Neues vom Ring: Stadtwerke planen grünes Umspannwerk

Die Stadtwerke planen ein Umspannwerk an der Landshuter Allee 48. Die Fassade kommt in der Kommission für Stadtgestaltung jedoch nicht so gut an.
| Eva von Steinburg
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Die Stadtwerke wollen die großflächige Fassade an der Landshuter Allee mit Rankpflanzen begrünen.
Die Stadtwerke wollen die großflächige Fassade an der Landshuter Allee mit Rankpflanzen begrünen. © Visualisierung: Architekturbüro Andreas Wurmer

München - An diesem neuen Gebäude werden viele Münchner mit ihrem Auto vorbeirauschen - da, wo jetzt noch eine Lücke klafft an der Landshuter Allee: Kurz nach der Kreuzung zur Nymphenburger Straße, stadtauswärts, bauen die Stadtwerke ein neues Umspannwerk. Es sichert die Stromversorgung für den Stadtteil Neuhausen.

In der Kritik: die florale Alulochfassade

Das neue Funktionsgebäude mit der Adresse Landshuter Allee 48 soll 46 Meter lang und 13 Meter hoch werden. Die Architekten vom Büro Andreas Wurmer planen eine Metallfassade mit Stahlblechtüren und Mattglasfenstern. Begrünt wird das Gebäude mit wildem Wein, der Bebauungsplan gibt hier am Mittleren Ring eine grüne Fassade vor. Als gestalterisches Mittel hat das Architekturbüro Wurmer eine Alulochfassade vorgeschlagen, mit floralem Muster. Man merke es dem Gebäude an, dass es durch eine "liebevolle Behandlung mit Details" vertretbar in den Stadtkörper eingebaut werden solle, erklärte die Architektin Karin Schmid, als kürzlich die Pläne für das Umspannwerk der Kommission für Stadtgestaltung vorgestellt wurden.

Städtische Flächen in Neuhausen werden frei

In seinem Inneren wird das kompakte technische Gebäude vier große Transformatoren beherbergen. Dafür verlassen die Stadtwerke ein weit größeres Umspannwerk etwas nördlich, das abgerissen werden soll. So werden städtische Flächen in Neuhausen frei. Die Experten der Stadtgestaltungskommission beurteilten den Entwurf für das neue Umspannwerk jedoch durchweg kritisch. Auch die Versuche, das Funktionsgebäude "zu kaschieren und zu verstecken". Architekt Matthias Sauerbruch aus Berlin sah kein befriedigendes Bild: "So jedenfalls würde ich das Gebäude nicht sehen wollen." Er schlug einen Fassadenwettbewerb vor. Der Leiter der Lokalbaukommission Cornelius Mager will den Stadtwerken die Frage stellen, ob man zwei bis drei Geschosse für eine andere Nutzung oben draufsetzen kann.

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Die Fassade wird überdacht

Anna Hanusch, Leiterin der Sitzung und zugleich BA-Vorsitzende von Neuhausen-Nymphenburg, wünscht sich jedenfalls "etwas Gutes für die Gesamtentwicklung des Ortes". Die Stadtwerke und ihre Architekten haben die Anregungen aufgenommen. Sie überdenken die Fassade. Noch im April wird allerdings mit dem Aushub der Baugrube begonnen. Die Pläne für das neue Umspannwerk werden der Stadtgestaltungskommission wieder vorgestellt.

Was sagen Sie liebe Leser, finden Sie diesen Entwurf für einen Zweckbau am Mittleren Ring gelungen? Schreiben Sie uns Ihre Meinung an: leserforum@az-muenchen.de

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