Neuerung auf Oktoberfest? SPD stellt Hitzeforderung für die Wiesn
Der Trachten- und Schützenzug zum Oktoberfest ist eine Tradition, die jedes Jahr Tausende anlockt. Um die 200.000 Menschen schauen regelmäßig in den Straßen zu, wie Trachtler, Musikkapellen, Jäger, Schützen und Fahnenschwinger durch die Innenstadt zur Theresienwiese ziehen. Heuer findet der Umzug am 20. September statt – wie immer am ersten Wiesn-Sonntag.
Früher war zu dem Datum der Sommer schon fast vorbei. Das hat sich verändert: Vergangenes Jahr gab es am ersten Wiesn-Sonntag einen Temperatur-Rekord von 30,7 Grad. Die SPD im Münchner Rathaus fordert deshalb, dass sich die Stadt auf Hitze während der Wiesn vorbereiten muss. Sie beantragt an diesem Montag zusätzliche öffentliche Trinkwasserbrunnen entlang der Strecke des Trachten- und Schützenzugs.
Kostenloses Trinkwasser bis spätestens 2027
Besonders an stark frequentierten Bereichen wie den Tribünen-Standorten und Umsteigepunkten soll die Stadt die Brunnen aufbauen, fordert die SPD. Vom Max-II-Denkmal an der Maximilianstraße bis zur Theresienwiese sollen die Zuschauer an kostenloses Trinkwasser kommen, um sich während des Zuges abkühlen zu können. Die Stadt soll nun ein Konzept erarbeiten und dieses spätestens bis zur Wiesn 2027 umsetzen, heißt es in dem Antrag.
"Der Trachten- und Schützenzug ist eine Wiesn-Tradition mit vielen Teilnehmenden und Zuschauern. Die sollen eine gute Zeit haben – an heißen Tagen gehört dazu auch die Versorgung mit Trinkwasser", sagt SPD-Stadträtin Monika Schmid-Balzert.

Das Wasser entlang der Strecke soll für die Menschen gratis sein – so wie auf der Wiesn, wo es seit ein paar Jahren kostenlose Trinkwasserbrunnen gibt. "Wir wollen, dass die Wiesn und das Drumherum bezahlbar sind", sagt Monika Schmid-Balzert. Insbesondere älteren Menschen und Familien mit Kindern würde das nach Ansicht der SPD zugutekommen.
So läuft heuer der Umzug am ersten Wiesn-Sonntag ab
So wie in den Vorjahren startet der Umzug auch heuer um 10 Uhr am Max-II-Denkmal an der Maximilianstraße und endet am Esperantoplatz an der Theresienwiese. Sieben Kilometer ist diese Strecke lang. Angemeldet haben sich fast 8300 Teilnehmer aus 148 Gruppen, die zu Fuß, hoch zu Ross, in Kutschen und auf geschmückten Festwagen durch München ziehen werden. Dabei sind Trachten- und Musikgruppen, Sport- und Gebirgsschützen, Spielmanns- und Fanfarenzüge, Fahnenschwinger – nicht nur aus München und dem Umland, sondern aus mehreren deutschen Bundesländern und sechs europäischen Ländern.
Noch sind Tickets verfügbar
Am Straßenrand kann man den Umzug kostenlos verfolgen. Sitzplätze auf den Tribünen kosten 40 Euro, das Kombi-Ticket für beide Oktoberfestzüge 60 Euro. Noch kann man Karten bei München Ticket kaufen.
Die Tradition ist übrigens fast so alt wie das Oktoberfest: Der erste große Festzug fand 1835 zur Silberhochzeit von König Ludwig I. und Therese von Bayern statt. Gleichzeitig feierte das Oktoberfest sein 25-jähriges Bestehen. Weitere Festzüge folgten zunächst nur zu besonderen Anlässen. Erst seit 1948 findet der Trachten- und Schützenzug jährlich statt.
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