Neuer Hauptbahnhof: Jetzt darf jeder mitreden

Zwei Ausstellungen zeigen, wie der neue Hauptbahnhof aussehen soll. Am 19. Oktober findet dann ein großer Bürgerabend statt.
| Florian Zick
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Infotafeln, 3D-Modelle und ein Feedback-Tool: Der Infopavillon auf Höhe von Gleis 16 in der Empfangshalle.
Daniel von Loeper Infotafeln, 3D-Modelle und ein Feedback-Tool: Der Infopavillon auf Höhe von Gleis 16 in der Empfangshalle.

München - So seine zehn Jahre wird es schon noch dauern, bis der neue Hauptbahnhof tatsächlich steht. Die Vorfreude ist unter den Verantwortlichen aber jetzt schon riesengroß.

Von „aufregenden Architektur“ schwärmte Stadtbaurätin Elisabeth Merk gestern. Und Rolf Reh, Bauvorstand bei der DB Station & Service AG, sprach von einem Bahnhof, „der sich mit den modernsten Verkehrsknotenpunkten in Europa messen kann“.

Anlass für die Euphorie war die Eröffnung eines Info-Pavillons. Auf Höhe von Gleis 16, also mitten in der Ankunftshalle, kann man sich seit gestern anschauen, wie der Hauptbahnhof irgendwann einmal ausschauen soll. Infotafeln, Modelle und 3D-Simulationen erklären, was geplant ist. In einer Art digitalem Gästebuch können die Münchner zudem niederschreiben, was ihnen zu dem Projekt so alles einfällt.

Im Plantreff in der Blumenstraße hat die Stadt gestern zudem eine eigene Ausstellung zum neuen Hauptbahnhof eröffnet. Von einer regelrechten „Informationsoffensive“ sprechen die Verantwortlichen deshalb auch. Soll am Ende niemand sagen können, er habe von den riesigen Bauvorhaben nichts gewusst.

Lesen Sie hier: So soll der neuen Hauptbahnhof aussehen

Bis sich der Hauptbahnhof sichtbar verändert, wird es aber noch einige Zeit dauern. Stadtbaurätin Elisabeth Merk geht davon aus, dass in den nächsten Jahren noch nicht sonderlich viel passieren wird. Schließlich gibt es auch noch einige für das Bauvorhaben nicht ganz unwichtige Fragen zu klären, etwa die, ob die zweite Stammstrecke kommt.

Weil noch so viele bauliche Details zu klären sind, spricht Merk vorläufig auch von einem „Ingenieursbauwerk“. Was die künftige Optik betrifft, sind die wesentlichen Weichen allerdings bereits gestellt. Grundlage für die weitere Planung ist dabei der Entwurf des Architekturbüros Auer Weber. Dieser sieht ein vollverglastes Empfangsgebäude und einen etwa 60 Meter hohen Büroturm am Starnberger Flügelbahnhof vor.

Ob der Bahnhofsvorplatz zur autofreien Fußgängerzone wird, wie derzeit vorgesehen, ist im Stadtrat noch umstritten. Dazu wird voraussichtlich erst im kommenden Jahr eine Entscheidung fallen.

Wie sich die Münchner den Bahnhofsvorplatz wünschen und was sie noch für Anregungen zum neuen Bahnhof haben, das wird sich am 19. Oktober herausstellen. Für diesen Tag haben Stadt und Bahn einen gemeinsamen Diskussionsabend anberaumt. In der Freiheizhalle an der Donnersbergerbrücke geht es von 17 Uhr an dann für ein paar Stunden um nichts anderes als um den neuen Hauptbahnhof.

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