Neuer Guide Michelin 2019: Droht München ein Kulinarik-Absturz?

Der Guide Michelin kürt am Dienstag wieder Top-Gastronomen. Der Stadt München droht ein Absturz vom Kulinarik-Himmel.
| Annette Baronikians
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Gefürchtet: Die Kritiker des Guide Michelin. Aber wer einen Stern des Restaurantführers einheimst, darf sich über viele Besucher und volle Kassen freuen.
Britta Pedersen/dpa Gefürchtet: Die Kritiker des Guide Michelin. Aber wer einen Stern des Restaurantführers einheimst, darf sich über viele Besucher und volle Kassen freuen.

UPDATE: Nach dem Zittern folgt die Freude! Bis auf den Königshof, der abgerissen wird, hat kein Münchner Top-Gastronom einen Stern verloren, dafür dürfen sich zwei neue Restaurants über einen Michelin-Stern freuen. Alle Infos und eine Karte mit allen Münchner Sterne-Restaurants finden Sie in diesem Artikel!


München - Es brodelt in Münchens Feinschmeckerküchen. Bei so manchem Spitzenkoch sind die Nerven mehr als angespannt. Schließlich erscheint morgen Abend die neue Ausgabe der berühmten Gourmetbibel Guide Michelin – und die hat es heuer in sich.

Schon jetzt steht fest, dass es für München kein Freudentag wird. Die Spitzengastronomie wird gegenüber dem Vorjahr Michelin-Sterne verlieren. Offen ist noch die Frage, wie viele der begehrten Auszeichnungen gestrichen werden. Bislang kann die Stadt gastronomisch mit insgesamt 17 Sternen – verteilt auf Spitzenrestaurants von Tantris bis Esszimmer – glänzen.

Der Königshof wird umgebaut - das Restaurant verliert den Stern

Ein Fixpunkt war dabei stets das Luxusrestaurant Königshof im gleichnamigen Hotel am Stachus. Statt Feinschmeckern rücken dort die nächsten zwei bis drei Jahre für einen kompletten Hotelneubau nun aber die Abriss-Bagger an.

Am 31. Dezember 2018 hat der vielfach ausgezeichnete Sternekoch Martin Fauster hier zum letzten Mal groß aufgekocht. Eine kulinarische Ära ging damit zu Ende. Das Restaurant ist nun geschlossen, der Michelin-Stern damit weg.

Dallmayr: Kann der neue Küchenchef die Sterne verteidigen?

Um gleich zwei Sterne geht es im Restaurant des Feinschmeckerhauses Dallmayr. Mitte letzten Jahres hatte dort überraschend Spitzenkoch Diethard Urbansky nach über elf Jahren aufgehört. Durch seine Küchenkunst war das Lokal zum Zwei-Sterne-Restaurant geworden. Neuer Küchenchef im umgebauten Dallmayr-Restaurant, das jetzt Alois heißt, wurde Urbanskys ehemaliger Sous-Chef Christoph Kunz. Fraglich, ob er nach so kurzer Zeit in der Spitzenposition die zwei Michelin-Sterne verteidigen kann.

Lex Deux im Schäfflerhof: Michelin-Stern auch ohne Rappenglück?

Durch den Weggang seines Küchenchefs muss auch ein weiteres Top-Lokal um seine bisherige Michelin-Auszeichnung fürchten: das mit einem Stern prämierte Lex Deux im Schäfflerhof. Hier hat Küchenchef und Geschäftspartner Johann Rappenglück Ende 2018 das Restaurant beziehungsweise den Herd verlassen. Übernommen hat diesen federführend Edip Siegl, Rappenglücks bisherige "rechte Hand". Ob er den Michelin-Stern halten kann, wird sich zeigen.

Bleibt abzuwarten, wie die gestrengen Michelin-Tester tatsächlich urteilen. Fakt ist: Bei der Vergabe oder Aberkennung von Sternen geht es in nicht geringem Maße auch um Wohl und Wehe von Spitzenrestaurants. Viel Sternenglanz sorgt eben auch für brillante Gästezahlen und ebensolche Umsätze.

Lesen Sie hier: Munterer Laden-Wechsel in der Türkenstraße 47

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