Neue Zahlen zeigen: So weit ist München bei der Verkehrswende

Das Mobilitätsreferat und das Baureferat in München blicken zurück auf die Maßnahmen im Jahr 2025, die die Verkehrswende in München voranbringen sollen.
Jan Krattiger
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Ein Mann fährt mit einem Pedelec über die Hackerbrücke. Wie läufts mit der Verkehrswende in München?
Ein Mann fährt mit einem Pedelec über die Hackerbrücke. Wie läufts mit der Verkehrswende in München? © dpa/Leonie Asendorpf (dpa)

Vor allem viele kleine Maßnahmen sind es, die die Stadt in ihrem Rückblick auf das Voranbringen der Verkehrswende für das vergangene Jahr aufzählt. Dazu gehören Radverkehr, Fußverkehr, ÖPNV und Sharing-Angebote für Autos und E-Tretroller. 

"Vom Radbügel bis zur barrierefreien Bushaltestelle" zeige sich die Verkehrswende nicht nur in großen Projekten, sie stecke auch in vielen Details, sagt Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer (Grüne) in einer Mitteilung der Stadt. Das Ziel sei es, Wege sicherer zu machen, dass "möglichst viele Hürden verschwinden" und auch: "attraktive Alternativen zum motorisierten Individualverkehr" entstehen zu lassen. 

Verkehrswende in München in Zahlen

In Zahlen heißt das: Rund 1500 neue Radl-Abstellplätze an 66 Standorten. Zum Beispiel 52 neue Plätze am Ostbahnhof. Die Stadt hat außerdem im Jahr 2025 an 75 Verkehrsknotenpunkten die Radwege rot markiert, um Radfahrer besser zu schützen, wie sie schreibt. Die "optische Hervorhebung" sorge für mehr Sicherheit. 

Die Anzahl Fahrradstraßen, also Straßenabschnitte, auf denen Radfahrer Vorfahrt haben und auch nebeneinander fahren dürfen, ist mittlerweile bei über 100. Zum Beispiel an der Königinstraße, Am Isarkanal oder die Hachinger-Bach-Straße sind neu dazugekommen. 

Für Fußgänger wurden laut Stadt zehn neue Zebrastreifen gemalt und 68 bereits bestehende neu markiert. 

Ein Mann fährt in seinem Rollstuhl über einen abgesenkten Bordstein. Kaputte Aufzüge oder schwer verständliche Durchsagen machen es Menschen mit Behinderung schwer, Bus und Bahn ohne Hilfe zu nutzen. (Symbolbild)
Ein Mann fährt in seinem Rollstuhl über einen abgesenkten Bordstein. Kaputte Aufzüge oder schwer verständliche Durchsagen machen es Menschen mit Behinderung schwer, Bus und Bahn ohne Hilfe zu nutzen. (Symbolbild) © dpa

Um Menschen mit einer Gehbehinderung oder mit Kinderwagen das Einsteigen in den Bus zu erleichtern, hat die Stadt vier Bushaltestellen so umgebaut, dass ein stufenloser Einstieg möglich ist. 

172 neue Carsharing-Parkplätze 

172 neue Carsharing-Parkplätze gibt es in 20 Straßen in Stadtgebiet, zum Beispiel in der Hohenzollernstraße oder der Arcisstraße. Und für E-Tretroller, die sonst gerne mal achtlos da abgestellt werden, wo sie im Weg sind, gibt es 145 neue Abstellflächen.

"Die Verkehrswende in München kommt Schritt für Schritt voran", sagt der Mobilitätsreferent Georg Dunkel (parteilos), "kleine Maßnahmen" seien genauso wichtig "wie große Projekte". 

Große Projekte wurden auch im neuen Jahr schon angestoßen, zum Beispiel der Umbau der Augustenstraße in der Maxvorstadt oder die Verbesserung für Radfahrer am Giesinger Berg. 

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  • Wickie712 am 20.04.2026 06:41 Uhr / Bewertung:

    Grundsätzlich bedarf es viel mehr Kontrollen zur Einhaltung der StVO.
    Blitzer an Fahrbahnen, an der LZA. Geisterradler und Radwegparker müssen viel mehr sanktioniert werden.
    An Fußgängerüberwegen, wenn jemand wartet und das KFZ nicht anhält, kostet es über 100 Euro.
    Und die neuen Fahrbahnbegleitenden Radwege brauchen endlich eine physische Trennung.

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  • tutwaszursache am 20.04.2026 09:17 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Wickie712

    Dichtüberholer zu sanktionieren fände ich dringender als Radwegparker.

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  • kartoffelsalat am 20.04.2026 10:34 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von tutwaszursache

    Beides. Dazu noch endlich ernsthafte Geschwindigkeitsüberwachung & -ahndung, Überholen an Bushaltestellen, Abschleppen aus 5/8m-Bereichen und konsequentes Vorgehen gegen Geister- & Gehwegradler.

    Das wäre ganz ohne Baumaßnahmen schon ein enormer Fortschritt.

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