Bauarbeiten am Giesinger Berg beginnen: Was Verkehrsteilnehmer nun wissen müssen

Ab kommender Woche beginnen lang geplante Bauarbeiten am Giesinger Berg. Was dies für den Straßenverkehr bedeutet und wann es eine Komplettsperre gibt.
André Wagner |
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Die Kreuzung am Giesinger Berg. Hier beginnen ab Mitte März größere Bauarbeiten. (Archivbild)
Die Kreuzung am Giesinger Berg. Hier beginnen ab Mitte März größere Bauarbeiten. (Archivbild) © Daniel von Loeper

Am Montag, 16. März, beginnen im Bereich des Giesinger Bergs zwischen dem Kolumbusplatz und der Einmündung Martin-Luther-Straße sowie im Kreuzungsbereich Ichostraße/Silberhornstraße lange geplante Bauarbeiten.

Damit setzt das Baureferat eine weitere Maßnahme des Radentscheids aus dem Jahr 2019 um und verbessert die Radverkehrsführung durch neue und breitere Radwege. Zudem soll durch die Baumaßnahmen am Giesinger Berg die Verkehrssicherheit vor Ort – insbesondere für die Schulkinder der unmittelbar an den Kreuzungsbereich angrenzenden Grund- und Mittelschule an der Ichostraße verbessert werden.

Bauarbeiten am Giesinger Berg: Mehr Sicherheit für Radfahrer und Schüler

Bisher gibt es vor Ort keine Möglichkeit für den Fußverkehr, die Kreuzung oberirdisch sicher und barrierefrei zu queren. Die bestehende Unterführung genügt den Anforderungen der Barrierefreiheit nicht. Auch für Radfahrende gab es bis dato keine dem wachsenden Radverkehrsaufkommen und Mobilitätsverhalten angemessene Infrastruktur.

Rad- und Gehwege werden künftig baulich voneinander getrennt geführt. So entstehen beidseitig neu angelegte Radwege. Das Baureferat schafft am Fuß des Giesinger Bergs für den Radverkehr eine zusätzliche gesicherte Querungsmöglichkeit auf Höhe der Hebenstreitstraße. Eine Fahrspur für Autos führt bergab. Zwei Fahrspuren bergauf bleiben erhalten, um die Leistungsfähigkeit des Busverkehrs zu bewahren. Die Radwege werden, entsprechend den aktuellen Planungsstandards, mit Sicherheitsabständen ausgestattet.

 

Hier sollen die Wege für Radler und Fußgänger sicherer werden.
Hier sollen die Wege für Radler und Fußgänger sicherer werden. © Daniel von Loeper

 

Auch sichere Linksabbiegemöglichkeiten für Radfahrer sind vorgesehen. Die neue Planung des Straßenraums schafft erstmals eine oberirdische, barrierefreie Querungsmöglichkeit an der zentralen Kreuzung. In der Plattnerstraße und an der Ecke Martin-Luther-/Silberhornstraße pflanzt das Baureferat jeweils einen neuen Baum. Die Planungen berücksichtigen die Belange des Brandschutzes, die Anforderungen des öffentlichen Nahverkehrs mit den Buslinien 58 und 68 sowie den Denkmal- und Landschaftsschutz am Isarhang.

"Mit dem Umbau schaffen wir nun erstmals an allen vier Kreuzungsarmen sichere, ampelgeregelte Querungen für den Fuß- und Radverkehr. Wer die bisherige Kreuzungssituation kennt, der weiß, dass sie nicht nur für die Schüler, sondern auch für ältere und mobilitätseingeschränkte Personen, mit Kinderwägen oder Fahrradanhängern absolut ungenügend war. Auch wenn der Anteil des motorisierten Individualverkehrs gegenüber dem Fuß- und Radverkehr sowie dem ÖPNV abgenommen hat, bleiben die Kreuzung und der Giesinger Berg Teil wichtiger MIV-Achsen und Busrouten. Dem tragen wir baulich und planerisch Rechnung, indem alle Verkehrsbeziehungen während der Bauzeit bis auf wenige Wochen grundsätzlich bestehen bleiben", so Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer.

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Giesinger Berg: Vollsperrung in den Sommerferien

Während der Bauzeit wird der Autoverkehr im Bereich Giesinger Berg zunächst in beiden Richtungen möglich bleiben. Jedoch wird die Rechtsabbiegespur in der Silberhornstraße von der Martin-Luther-Straße kommend gesperrt. Fußgänger und Radfahrer werden gesichert an den Baufeldern vorbeigeführt.

Für den ÖPNV wird die Bushaltestelle "Kolumbusplatz" stadteinwärts ab Anfang April geringfügig weiter in Fahrtrichtung versetzt. 

In den Sommerferien ist eine Vollsperrung im Bereich Giesinger Berg geplant. Die Umleitungsstrecken für den Auto- und öffentlichen Nahverkehr während der Vollsperrung sollen rechtzeitig bekanntgegeben werden.

Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich Ende 2026 abgeschlossen sein, bis ins Frühjahr 2027 können noch kleinere Restarbeiten folgen.

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