Neue Attraktion im Schloss Nymphenburg: Die Sattelkammer vom Kini

Schloss Nymphenburg ist um eine Attraktion reicher: die umgestaltete Kammer von Ludwig II.
| Hüseyin Ince
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Nymphenburg, Marstallmuseum: Wie eine Zeitreise wirkt der Besuch in der Geschirr- und Sattelkammer von Ludwig II.
Nymphenburg, Marstallmuseum: Wie eine Zeitreise wirkt der Besuch in der Geschirr- und Sattelkammer von Ludwig II. © Bayerische Schlösserverwaltung

München - Ab sofort ist die modernisierte, persönliche Geschirr- und Sattelkammer des Kini (1845-1886) im Marstallmuseum zu sehen.

Ein begeisterter Reiter: König Ludwig II.

Maßgeschneiderte Vitrinen und Gestelle für die kostbaren Exponate, Gemälde und Grafiken, Inszenierungen sowie ein Film vermitteln einen lebendigen Eindruck von der königlichen Pracht vergangener Zeiten, in dem Fall: des 19. Jahrhunderts.

Als junger Kronprinz und König war Ludwig II. ein begeisterter und sportlicher Reiter. Davon zeugen in der neuen Geschirr- und Sattelkammer qualitätsvolle Reitausrüstungen im "englischen Stil", die noch heute äußerst modern wirken. Die ausgestellten Stücke passen bestens zusammen mit den neu präsentierten Portraits des Königs als Reiter neben Pferden.

Ein scheuer Mann mit Begeisterung für technische Innovationen

Die Ausstellungsstücke sind voller Geschichten über Ludwig II., der sich stets zwischen Tradition und Moderne bewegte. Der König war ein lange unterschätzter, eher scheuer Mann, der immer eine große Begeisterung für technische Innovationen zeigte - und ganz nebenbei einen großen Sinn für Kunst, Ästhetik und Geschmack entwickelte.

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Das Marstallmuseum, bisher vor allem bekannt für die weltberühmten Kutschen und Schlitten Ludwigs II., kann nun noch mehr präsentieren: Geschirre, Satteldecken, Schlittengeläute und "Aufputz" für die Pferde.

Zubehör aus dem königlichen Marstall

Diese sind aus kostbarsten Materialien gefertigt. Darunter sind feinste Goldschmiedearbeiten, üppig bestickte Textilien und feines Leder, das dazu mit Stickereien und vergoldeten Bronzen verziert ist.

Zudem ist viel Zubehör aus dem königlichen Marstall zu sehen, wie etwa Postillonstiefel, Peitschen, Laternen sowie Rosshaar- und Federbuschen in ihren aufwendigen, aber funktionalen Schatullen.

Ein historischer Vitrinenschrank aus der originalen Geschirr- und Sattelkammer dient damals wie heute zur Aufbewahrung und Präsentation von Kandaren, Riemen, Zügeln, Gurten und Leinen.

Wer sich also für die Könige Bayerns und speziell für Ludwig II. interessiert, der so jung und mysteriös mit fast 41 Jahren tot im Starnberger See aufgefunden wurde, sollte diese Ausstellung nicht verpassen.

Schloss Nymphenburg und das Marstallmuseum sind täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der neugestaltete Ludwig-Raum hat die gleichen Öffnungszeiten. Es muss kein gesonderter Eintrittspreis gezahlt werden.

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