Neubau in der Schillerstraße: Angst vor Wassermassen im Keller

Wegen Hotel-Neubau in der Schillerstraße: Anwohner und Hausbesitzer befürchten Grundwasser-Anstieg unter ihren Häusern.
| Eva von Steinburg
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Am Wiener Platz: Rechtsanwalt Benno Ziegler übergibt die Petition im Kreis von Betroffenen an Rosi Steinberger, die Vorsitzende des Umweltausschusses im Landtag.
Am Wiener Platz: Rechtsanwalt Benno Ziegler übergibt die Petition im Kreis von Betroffenen an Rosi Steinberger, die Vorsitzende des Umweltausschusses im Landtag. © est

München - Sie agieren, noch bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist: Die Bürgerinitiative "Verhinderung Grundwasserstau Schillerstraße" hat gestern eine Landtagspetition eingereicht.

München versumpft immer mehr

Denn durch die Verdichtung mit Tiefgeschossen, Tiefgaragen, Tunneln und Kanälen versumpft München immer mehr. Das Grundwasser in der Stadt steigt stetig an. An einigen Stellen sorgt das nicht nur für feuchte, sondern regelrecht überflutete Keller (wie an der Genter Straße in Schwabing und in Feldmoching).

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Entsteht ein gewaltiger unterirdischer Staudamm?

Die Neubauten für das Motel One in der Schillerstraße 3/3a sowie für die Bayerstraße 25 gegenüber sollen sehr tief in den Münchner Untergrund eingebettet werden, in wasserundurchlässigen Wannen. "Diese Projekte bilden einen gewaltigen unterirdischen Staudamm, der zwei bis vier Stockwerke in die Erde reicht - mit unabsehbaren Folgen", steht in der Petition: "Grundwasserstau Schillerstraße - bald eine Genter Straße in XXL?"

Der Grundwasserspiegel ist angestiegen

An der Straßenecke Schillerstraße/Adolf-Kolping-Straße ist der Grundwasserspiegel in den letzten zehn Jahren um den Extremwert von einem Meter angestiegen. 29 Bürger wehren sich jetzt gegen eine schnelle wasserrechtliche Genehmigung für die Neubauten durch das Wasserwirtschaftsamt und das Referat für Klima- und Umweltschutz ohne "sachgerechte Prüfung".

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Die Bürger fordern, dass die Staatsregierung sicherstellt, dass vor weiteren Eingriffen in das Grundwasser ein Grundwassermodell erstellt wird.

Der Münchner Rechtsanwalt Benno Ziegler hat die Petition gestern an die Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger (Grüne) überreicht, die Vorsitzende des Umweltausschusses. Ziegler: "Ziel ist nicht, Neubauten zu verhindern. Aber wir wollen, dass die Bauherren Geld in die Hand nehmen, damit das Grundwasser korrekt abgepumpt wird."

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