Nazi-Demo bei NSU-Prozess: Eine Schande

Ein Dutzend Neonazis marschiert vor dem Oberlandesgericht auf. Diese Demonstration hätte nie stattfinden dürfen, findet AZ-Chefredakteur Michael Schilling.
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Der Chefredakteur der Abendzeitung, Michael Schilling, über die Neonazi-Demo vor dem Oberlandesgericht.
dpa/az Der Chefredakteur der Abendzeitung, Michael Schilling, über die Neonazi-Demo vor dem Oberlandesgericht.

München - Erst ein paar Wochen ist es her, dass Flüchtlinge ihren Demo-Stand vorm Königshof aufgeben mussten – weil Ordnungskräfte fürchteten, er könnte montagabends zur Zielscheibe für rechte Bagida-Anhänger werden. Und nun auch noch dies: Neonazis solidarisieren sich, geschützt von Polizei, vorm und im Oberlandesgericht mit Angeklagten im NSU-Prozess.

Darin geht es um zehnfachen Mord. Um das Leid der Hinterbliebenen. Um viele traumatisierte Opfer des Bombenanschlags in der Keupstraße. Menschen, die all ihre Hoffnung in diesen Prozess gesetzt haben, werden öffentlich verhöhnt.

Diese Demonstration hätte nie stattfinden dürfen. Sie ist eine Schande. Für die Justiz. Und für München.

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