Anti-Nazi-Demo bei NSU-Prozess

Rund ein Dutzend Neonazis protestierten am Dienstag vor dem Münchner Gerichtsgebäude gegen den NSU-Prozess. Über hundert Gegendemonstranten ließen sie kaum zu Wort kommen.
| Ralph Hub
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Neonazis auf der Zuschauertribüne im Gerichtssaal. Die Zahl 40 auf den T-Shirts soll als Geburtstagsgruß für den Angeklagten Ralf Wohlleben gelten.
dpa 9 Neonazis auf der Zuschauertribüne im Gerichtssaal. Die Zahl 40 auf den T-Shirts soll als Geburtstagsgruß für den Angeklagten Ralf Wohlleben gelten.
Provozierte mit rechten Parolen vor dem Gericht: Der vorbestrafte Münchner Rechtsextremist Philipp Hasselbach
Daniel von Loeper 9 Provozierte mit rechten Parolen vor dem Gericht: Der vorbestrafte Münchner Rechtsextremist Philipp Hasselbach
Demonstranten und Gegendemonstranten stehen vor der Polizeiabsperrung in der Nymphenburgerstraße.
dpa 9 Demonstranten und Gegendemonstranten stehen vor der Polizeiabsperrung in der Nymphenburgerstraße.
Demonstranten und Gegendemonstranten stehen vor der Polizeiabsperrung in der Nymphenburgerstraße.
Daniel von Loeper 9 Demonstranten und Gegendemonstranten stehen vor der Polizeiabsperrung in der Nymphenburgerstraße.
Demonstranten und Gegendemonstranten stehen vor der Polizeiabsperrung in der Nymphenburgerstraße.
dpa 9 Demonstranten und Gegendemonstranten stehen vor der Polizeiabsperrung in der Nymphenburgerstraße.
Demonstranten und Gegendemonstranten stehen vor der Polizeiabsperrung in der Nymphenburgerstraße.
dpa 9 Demonstranten und Gegendemonstranten stehen vor der Polizeiabsperrung in der Nymphenburgerstraße.
Demonstranten und Gegendemonstranten stehen vor der Polizeiabsperrung in der Nymphenburgerstraße.
Daniel von Loeper 9 Demonstranten und Gegendemonstranten stehen vor der Polizeiabsperrung in der Nymphenburgerstraße.
Demonstranten und Gegendemonstranten stehen vor der Polizeiabsperrung in der Nymphenburgerstraße.
Daniel von Loeper 9 Demonstranten und Gegendemonstranten stehen vor der Polizeiabsperrung in der Nymphenburgerstraße.
Demonstranten und Gegendemonstranten stehen vor der Polizeiabsperrung in der Nymphenburgerstraße.
Daniel von Loeper 9 Demonstranten und Gegendemonstranten stehen vor der Polizeiabsperrung in der Nymphenburgerstraße.

100 Demonstranten gegen ein Dutzend Neonazis. Die Polizei hält beide Lager auf Distanz.

Maxvorstadt - Es war als Provokation gedacht, doch es wurde eine ziemlich klägliche Veranstaltung: Rund ein Dutzend Neonazis protestierten am Dienstag vor dem Münchner Gerichtsgebäude gegen den NSU-Prozess. Über hundert Gegendemonstranten ließen sie kaum zu Wort kommen.

Lesen Sie hier: Nachbarin sagt im NSU-Prozess aus - „Zschäpe hat mehr getrunken“

Während drinnen im Gerichtssaal Beate Zschäpe, die Hauptangeklagte im NSU-Prozess gesundheitlich schwächelte und sich schließlich krank meldete, provozierten draußen auf der Nymphenburger Straße ihre Gesinnungsgenossen. Hinter Transparenten verschanzt schwadronierte der vorbestrafte Münchner Rechtsextremist Philipp Hasselbach über seine Ansichten zum NSU-Prozess und die Rolle der Angeklagten. Es geht um den Mord an zehn Menschen und die Unterstützung einer terroristischen Vereinigung.

AZ-Kommentar zur Nazi-Demo: Eine Schande

Rund Hundert Gegendemonstranten sorgten dafür, dass die Neonazis kaum zu hören waren. Die Polizei hatte 70 Beamten im Einsatz. Mit Absperrgittern hielten die Polizisten beide Lager auf Distanz.

Die Stadt hatte versucht, die rechte Demo auf die andere Straßenseite zu verlagern. Damit sollte vermieden werden, dass Angehörige der NSU-Opfer unmittelbar an den Neonazis vorbei müssen. Die Rechtsextremisten klagten und bekamen vor dem Verwaltungsgerichtshof schließlich Recht.

SPD-Stadträtin Beatrix Zurek kritisierte die Entscheidung scharf: „Die Provokation der Neonazis ist schwer zu ertragen. Es ist beim besten Willen nicht nachzuvollziehen, warum die Richter die Interessen der Angehörigen nicht stärker gewichtet haben.“

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