Münchner SPD-Zentrale besetzt: Polizei vor Ort
Am späten Donnerstagnachmittag wurden die Büroräume der Münchner SPD besetzt. Wie von der SPD auf Nachfrage bestätigt wird, ist die Zentrale am Oberanger betroffen, konkret die Räumlichkeiten der Münchner Sozialdemokraten. Die Polizei sei bereits vor Ort und die Mitarbeitenden in der Zentrale dazu angehalten in ihren Büros zu bleiben. Aktuell gebe es keinen Austausch mit den friedlichen Demonstrierenden, die auf den Fluren der SPD-Zentrale sitzen und singen würden.
Das Schreiben der Besetzer
Bei den Besetzern handelt es sich um eine Aktivistengruppe mit dem Namen "In Aktion gegen Krieg und Militarisierung" (akm). Nach eigener Aussage protestieren sie "gegen das Schweigen der deutschen Regierung zu den Massakern in Rojava".
Dabei handelt es sich um die Demokratische Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien im Nordosten von Syrien. In einem Schreiben der Aktivistengruppe, das der AZ vorliegt, heißt es, dass dschihadistische Milizen der HTS in den letzten Tagen Massaker in den Autonomiegebiete in Nord-Ost-Syrien verübt hätten, tausende radikale IS-Kämpfer befreit und große Teile Rojavas erobert worden seien. Hinter ihnen stünde das syrische HTS-Regime und die Türkei. Diese wollten Rojava vernichten.
Die Mitarbeiter der SPD, die sich zum Zeitpunkt der Besetzung in der SPD-Zentrale befinden, wurden angehalten, ihre Büroräume nicht zu verlassen.
Für Samstag ist eine große Demonstration unter dem Motto "Rojava verteidigen" um 16.30 Uhr am Gärtnerplatz angekündigt.
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