Münchner Bündnis fordert: Superreiche sollen mehr Steuern zahlen

Ein Bündnis fordert mehr Steuern und Abgaben. Bezahlt werden sollen so die Folgen der Pandemie.
| Andre Spannl
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Heinrich Birner, Verdi.
Heinrich Birner, Verdi. © Spannl

München - Was heißt schon reich? In München zumindest sitzt das Geld bei vielen locker. Doch ausgerechnet aus Deutschlands Reichen-Hauptstadt kommt nun auch die Forderung, bei denen, die es haben, so richtig zuzulangen. Münchner Amtsträger aus Gewerkschaften, SPD und Linkspartei unterstützen ein entsprechendes Bündnis, das am Montag vorgestellt wurde.

"Superreiche zur Kasse für die Kosten der Krise", heißt das Bündnis, das am kommenden Wochenende zu einer Kundgebung einlädt. Das Projekt hat zum Ziel, dass die Kosten der Pandemie gestemmt werden, ohne dass der "kleine Mann" zur Kasse gebeten wird. Durch die Pandemie seien zu hohe Schulden aufgenommen worden, die nun bezahlt werden müssten.

Wer gilt in München als reich?

Aber wer ist reich? In München leben doch schon viele, die eine Wohnung geerbt haben.

An diese Vermögen will Verdi-München-Chef Heinrich Birner nicht generell ran, betonte er am Montag. Wer sich über Jahre hinweg ein Haus finanziert habe und das im Zuge steigender Immobilienpreise deutlich an Wert gewinne, sei auch nicht gemeint.

Kundgebung am kommenden Samstag

Unterstützt werden die Gewerkschafter von Münchner Bundestagsabgeordneten. Claudia Tausend (SPD) und Nicole Gohlke (Die Linke) waren am Montag dabei. Auch der Sozialverband VdK München, die Awo, Attac und die katholische Arbeitnehmer-Bewegung München sind dabei.

Zentrale Forderungen sind die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, die Besteuerung der Krisengewinner - wie zum Beispiel den Versandhandels-Riesen Amazon und die Einführung eines 365-Tage Tickets für den ÖPNV.

Kommenden Samstag findet die Kundgebung statt - um 11 Uhr geht es an der Theresienwiese los.

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