Münchner Bauunternehmer gestorben: Trauer um Rolf Rossius

Der bekannte Bauunternehmer Rolf Rossius ist überraschend mit 76 Jahren verstorben.
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Rolf Rossius bei einer Aufführung in der Iberl Bühne.
Rolf Rossius bei einer Aufführung in der Iberl Bühne. © imago

München - Er hat die teuersten Pflaster der Stadt gekannt wie kaum ein anderer und hat sich gleichzeitig seine Bodenständigkeit bewahrt: Am vergangenen Montag ist der Münchner Bauunternehmer Rolf Rossius überraschend im Alter von 76 Jahren gestorben.

"Stets mutig, kühn und weitsichtig ging mein geliebter Ehemann durchs Leben", schreibt seine Ehefrau Ute Rossius in der Traueranzeige, die sie und ihre Familie veröffentlicht haben. "Es ist für uns immer noch unfassbar, dass er uns so plötzlich und unerwartet verlassen hat."

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Rossius hatte ein gutes Gespür für den Münchner Markt

1964 stieg Rolf Rossius mit seinem im Februar 2015 verstorbenen Bruder Bodo ins Immobiliengeschäft ein. Die beiden hatten ein gutes Gespür für den Münchner Markt. So wurden sein Bruder und er 2014 Eigentümer des Guts Freiham.

"Die drei wichtigsten Faktoren, die den Wert einer Immobilie bestimmen, sind Lage, Lage und nochmals Lage", so begann Rolf Rossius vor 20 Jahren die erste Ausgabe seines Buches "Top Wohnen in München" – eine Fibel mit den exquisitesten Adressen der Stadt, die Rossius alle fünf Jahre, zuletzt für die Jahrgänge 2019/2020, herausgegeben hat.

Trotz allem blieb er bodenständig, der Iberl Bühne beispielsweise, war er jahrelang treu. Und auch selbst war er eine Figur der Stadtgeschichte: 1972, im Olympiajahr, war Rossius Faschingsprinz der Narrhalla. Im März 2019 hatte sich Rossius daran in der AZ erinnert: "Die Bilder des Faschings gingen damals um die Welt, ein Foto von mir wurde sogar in der New York Times gedruckt."

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