Münchner Autobahnring bleibt ein Dreiviertelbauwerk

Es fehlt das letzte Verbindungsstück: Der Münchner Autobahn-Südring ist vom Tisch. Damit setzte die Staatsregierung das um, was Ministerpräsident Seehofer angekündigt hatte.
| dpa
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Es fehlt das letzte Verbindungsstück: Der Münchner Autobahn-Südring ist vom Tisch. Die Staatsregierung setzt das um, was Ministerpräsident Seehofer angekündigt hatte.

München – Der Münchner Autobahnring bleibt ein Dreiviertelbauwerk. Das Kabinett strich die Fertigstellung des Rings aus den bayerischen Projekten, die für den nächsten Bundesverkehrswegeplan angemeldet werden. Dies berichtete Staatskanzleichef Thomas Kreuzer (CSU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München.

Damit setzte die Staatsregierung das um, was Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) vor Monaten angekündigt hatte. Anders als in Berlin oder Paris wurde der Münchner Autobahnring wegen Widerstands der Anwohner nie fertiggestellt.

Es fehlt das letzte Verbindungsstück im Münchner Süden, das vor allem für den aus Baden-Württemberg anrollenden Verkehr die Umfahrung Münchens verkürzen und für die Bewohner der Landeshauptstadt mutmaßlich weniger Durchgangsverkehr bedeuten würde. Der sogenannte Südring würde aber durch die ausgedehnten Wälder im Süden Münchens und einige der wohlhabendsten Umlandgemeinden führen.

Neu angemeldet werden 398 Straßenbauvorhaben und 30 Bahnprojekte. Ausbauen lassen will die Staatsregierung mehrere Autobahnen und Bundesstraßen, außerdem sollen 220 Ortsumgehungen aufgenommen werden. Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) will vor allem die Elektrifizierungslücken bei der Eisenbahn beheben, vor allem in Nordostbayern und im Allgäu.

Der nächste Bundesverkehrswegeplan soll 2015 veröffentlicht werden. Die Anmeldung durch die Staatsregierung bedeutet noch nicht, dass das Bundesverkehrsministerium die Projekte auch tatsächlich aufnimmt. Selbst eine Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan bedeutet nicht, dass auch tatsächlich gebaut wird.

Wegen des chronischen Geldmangels im Verkehrsetat werden viele Vorhaben erst mit mehreren Jahrzehnten Verspätung verwirklicht.

 

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