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Münchens schillerndster Verbrecher: Harry König ist tot

Der Auto-Gauner, der in einer Nacht 60 Porsches geklaut hat, stirbt mit 78 Jahren – (s)ein Leben auf der Überholspur.
| Kimberly Hagen
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Harry König ist gestorben.
Harry König ist gestorben. © Privat

München - Vor 25 Jahren bekam er die Krebs-Diagnose, doch Harry König wollte keine Chemo: "Den Schmarrn brauch ich nicht", sagte er und flüchtete aus dem Krankenhaus. "Wenn ich tot bin, bin ich tot."

Neben Autos liebte Harry König schöne Frauen

Jetzt ist er es. Am Montag ist er mit 78 Jahren in Leipzig – wo es ihn nach München, Rio, Kuba hin verschlagen hat –, verstorben. Damit geht ein Leben auf der Überholspur zu Ende, das der langjährige Wahl-Münchner geführt hat. Er war berühmt und berüchtigt, weder den Frauen noch dem Gesetz treu. König war der schillerndste Verbrecher, König der Auto-Diebe.

In einer Nacht in Paris gelang es ihm, 60 Porsches zu stehlen (die Millionen aus dem Verkauf sind nie aufgetaucht). Fünf Jahre verbrachte er im Gefängnis. Dort schrieb er seine Erlebnisse auf, 1979 wurde "Car Napping" verfilmt. Neben Autos liebte König schöne Frauen. Er hatte Affären mit Romy Schneider und Brigitte Bardot.

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Im Café Munich in der Leopoldstraße hatte der Party-König eine eigene Telefonleitung. Wenn er einkehrte, rief er ein paar Nummern an, und die Frauen kamen zu ihm.

Zuletzt war's ruhiger um den Vater zweier Söhne geworden. Sein Motto "Das Leben ist geil und spannend" setzte er 2018 in die Tat um. Er fuhr mit einem alten Feuerwehrauto von Leipzig nach Palermo. Geklaut war das Auto übrigens nicht.

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