Münchens OB will bis zu 300 Flüchtlinge aus Moria aufnehmen

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat nach dem Großfeuer im griechischen Flüchtlingslager Moria erneut darauf hingewiesen, dass die Stadt derzeit 200 bis 300 Flüchtlinge aufnehmen kann.
| dpa
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Eine Familie steht im ausgebrannten Flüchtlingslager Moria.
Eine Familie steht im ausgebrannten Flüchtlingslager Moria. © Socrates Baltagiannis/dpa/Archivbild

München - Auch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge könne die Landeshauptstadt unterbringen, sagte Reiter am Donnerstag in München. Er mahnte aber auch: "Das Los der etwa 13.000 Menschen, die nun in Lesbos ohne Obdach sind, darf aber nicht nur vom Engagement einzelner Kommunen abhängen."

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Präsident Emmanuel Macron zusammen mit anderen EU-Ländern 400 unbegleitete Minderjährige aufnehmen wollen. Die Zahl gilt nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin für alle teilnehmenden Länder – wie viele davon Deutschland übernehmen würde, stand am Donnerstag zunächst aber nicht fest, wie es hieß.

Reiter, aber auch die Bürgermeister zahlreicher weiterer deutscher Städte hatten in den vergangenen Monaten immer wieder darauf hingewiesen, Flüchtlinge aus überfüllten griechischen Lagern, in denen oft prekäre Zustände herrschen, aufzunehmen. Das Lager Moria war in der Nacht zum Mittwoch bei mehreren zeitgleichen Bränden fast vollständig zerstört worden. Statt der vorgesehenen knapp 3.000 Migranten waren dort mehr als 12.000 Menschen untergebracht. Nach Angaben der griechischen Regierung haben Migranten den Großbrand gelegt.

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