Münchens OB Reiter fordert weitere Corona-Lockerungen "in allen Lebensbereichen"

In einem Brief an Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) macht das Stadtoberhaupt klar, wo aus seiner Sicht überall gelockert werden kann.
| Lukas Schauer
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Dieter Reiter (SPD), Oberbürgermeister von München, fordert weitere Lockerungen für die Stadt.
Dieter Reiter (SPD), Oberbürgermeister von München, fordert weitere Lockerungen für die Stadt. © Sven Hoppe/dpa/Archivbild

München - Der Inzidenz-Wert in der Stadt geht seit Tagen zurück, mittlerweile liegt München sogar stabil unter der 35er-Grenze. Dennoch gelten in einigen Bereichen Einschränkungen, die die Stadt nicht beeinflussen kann.

Münchens OB Dieter Reiter (SPD) hat daher in einem Brief an Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) weitere Erleichterungen gefordert. Diese  sollen "verständlich und im Gleichklang in allen Lebensbereichen vollzogen werden können", so Reiter.

Weitere Lockerungen: Das fordert Münchens OB Reiter konkret

"Eine Anpassung der Verordnung an die gängige Praxis würde unzweifelhaft zu einer höheren Akzeptanz und damit auch zu einer Abnahme des teilweise verständlichen Unmuts gegenüber den bisher veranlassten Maßnahmen führen", schreibt der OB.

Konkret fordert Reiter etwa eine Angleichung der Vorschriften bei Kulturinstitutionen. Und: Die Höchstgrenze von 250 Zuschauern für Open-Air-Veranstaltungen solle wegfallen, da gleichzeitig "weder für die Kinos, noch für Theater, Opern und Konzerthäuser im Innenraum eine Beschränkung der Gesamtbesucherzahl vorgesehen ist."

Für die Schulen fordert der OB eine Aufhebung der Maskenpflicht - "zumindest für jene Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrerinnen und Lehrer, die über einen vollständigen Impfschutz verfügen." Auch im Sportunterricht sollten keine Masken mehr getragen werden müssen.

Reiter fordert größere Treffen und Öffnung der Innengastro

"Zwingend notwendig" sei laut Reiter eine Änderung bei den Kontaktbeschränkungen. "Hier sieht die Verordnung keine weiteren Abstufungen und Ausweitungen bis zum Erreichen der 0-Inzidenz vor. Perspektivisch dürfen sich also nach der aktuellen Regelung nie mehr als zehn Personen aus drei Hausständen treffen,", schreibt der OB und fordert:  "Bei stabil niedrigen Inzidenzwerten, also deutlich unterhalb der 35, muss es den Menschen wieder gestattet sein, sich auch mit mehr als drei Hausständen zu treffen."

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Auch die Innengastronomie will Reiter wieder öffnen dürfen. "Wenn im Bereich der gewerblichen Übernachtungsbetriebe die Öffnung der zugehörigen Innengastronomie unter Einhaltung von Hygienekonzepten infektiologisch vertretbar ist, sollte dies auch für den gastronomischen Sektor grundsätzlich gelten."

Weitere Lockerungen sieht Münchens Stadtoberhaupt zudem bei Märkten und Ständen. Und: Reiter will eine Zurücknahme der weitergehenden Maskenpflicht unter freiem Himmel.

Alle Maßnahmen seien, so Reiter, durch das Münchner Gesundheitsamt auf ihr derzeitiges Risiko bewertet worden.


Den gesamten Brief im Wortlaut finden Sie hier.

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