Münchens OB Dieter Reiter zu Impfungen: "Wir könnten mehr"

Am Sonntag wurde der 500.000 Münchner geimpft. OB Dieter Reiter zieht eine gemischte Bilanz.
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Oberbürgermeister Dieter Reiter und Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek mit Dieter Buchner (70), der die 500.000 Impfung im Münchner Impfzentrum erhielt
Gesundheitsreferat/Tobias Hase Oberbürgermeister Dieter Reiter und Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek mit Dieter Buchner (70), der die 500.000 Impfung im Münchner Impfzentrum erhielt

München - "Eine halbe Million Impfungen, das ist schon eine Hausnummer" sagte Dieter Reiter (SPD) am Sonntag anlässlich der 500.000 Impfung im Impfzentrum in der Messestadt und schob gleich hinterher: "Aber wir könnten mehr und wir würden mehr."

München könnte mehr und schneller impfen

Derzeit sind dort wegen Impfstoffmangels nur Zweitimpfungen möglich. Im Impfzentrum laufe jetzt alles gut, betont Reiter, "und es wäre schön, wenn Jens Spahn und Co. ihren Job auch gut machen und sich um die Impfstoffbeschaffung kümmern würden anstatt um die Impfstofffreigabe für alle. Das war nur semi-geschickt."

Der Andrang im Impfzentrum war am Sonntag trotzdem groß, aber in gelenkten Bahnen. Der Leiter des Impfzentrums Maximilian Hinkofer von der Aicher Ambulanz ist zufrieden mit der Organisation vor Ort. Etwa 6.000 Menschen werden täglich geimpft. "Die Kapazitäten sind aber nicht ausgeschöpft. Möglich wären locker 7.000 Impfungen pro Tag" sagt Hinkofer. Die Planbarkeit steht und fällt aber immer mit dem vorhandenen Impfstoff.

Münchner (70) ist der 500.000 Impfling im Impfzentrum

Bei Dieter Buchner, dem 500 000. Impfling im Messezentrum ist die Freude jedenfalls groß. Begleitet wird der 70-jährige Münchner von seinem Sohn Michael. Denn etwa 980 Meter muss jeder von der Anmeldung über die Impfung bis zum Warteraum nach der Impfung zurücklegen. Und so wird der bequem im Rollstuhl zu seiner Impfung mit Biontech geschoben.

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek (SPD) wünscht sich eine bessere Planbarkeit, denn möglich wäre impftechnisch noch so einiges. Sie betont: "Man kann nicht planen, wenn man nicht weiß, wie viel Impfstoff man kriegt."

München hat eine niedrige Inzidenz

Dass Impfen sich auswirkt, zeichnet sich für Reiter schon ab: "Wir sind die einzige Millionenstadt mit einer so niedrigen Inzidenz" (was am Sonntag freilich nicht ganz stimmte, Hamburg lag mit 20,4 leicht unter dem Münchner Wert von 23,0).

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Reiter glaubt, dass die deutlich gesunkenen Werte daran liegen, dass sich die Münchner weitgehend an die Regelungen halten. Er appelliert trotzdem, mit den neuen Lockerungen verantwortungsvoll umzugehen, um eine vierte Welle zu vermeiden.

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