Münchens Hotspots: Das Corona-Risiko in den einzelnen Stadtteilen

Das Risiko, sich mit Corona zu infizieren, ist nicht überall gleich. Wo in München besonders viele erkrankten – und wo besonders wenige.
| Christina Hertel
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In welchen Münchner Stadtteilen ist das Risiko für eine Corona-Infektion am höchsten? (Symbolbild)
In welchen Münchner Stadtteilen ist das Risiko für eine Corona-Infektion am höchsten? (Symbolbild) © Sigi Müller

München - Das Virus trifft alle gleichermaßen. Das wurde gerade zu Beginn der Pandemie oft erzählt. Inzwischen ist klar: Das stimmt nicht. Arme Menschen haben ein bis zu 70 Prozent höheres Risiko, an Corona zu sterben. Das zeigte das Robert Koch-Institut (RKI) vor Monaten.

Ansteckungsrisiko in München: Maxvorstadt gering - Aubing hoch

Auch in München ist das Risiko, sich mit Corona anzustecken, nicht in der ganzen Stadt gleich: In der Maxvorstadt ist es am geringsten. Etwa 2,5 Prozent der Einwohner hatten sich dort infiziert.

In Aubing, Langwied und Lochhausen war die Gefahr am größten. Dort hatten 4,5 Prozent der Einwohner Corona. Das geht nun aus einer Antwort des Gesundheitsreferats auf eine Anfrage der FDP hervor.

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Welche Münchner Stadtteile sind am stärksten von Corona betroffen?

Das Gesundheitsreferat hat eine Liste erstellt, welche Stadtbezirke wie stark von Corona betroffen waren. Ganz oben, mit den meisten Infektionen: Allach- Untermenzing, Feldmoching- Hasenbergl, Ramersdorf-Perlach. Bezirke mit höheren Arbeitslosenquoten, höherem Migrationsanteil, Gebiete, in denen Hochhäuser stehen und die Münchens Immobilienmakler nicht als Bestlage verkaufen.

In der Maxvorstadt haben sich die Menschen viel seltener mit Corona infiziert als in Neuaubing oder am Hasenbergl.
In der Maxvorstadt haben sich die Menschen viel seltener mit Corona infiziert als in Neuaubing oder am Hasenbergl. © AZ

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Stadtteilen seien zwar eher gering und fallen deutlich niedriger als aus anderen Städten, schreibt die Stadt. Allerdings ist ein Zusammenhang zwischen Armut und Ansteckungsrisiko erkennbar.

Zum Beispiel, so lässt es sich in der Antwort des Gesundheitsreferats nachlesen, ist die Inzidenz dort besonders hoch, wo viele Menschen leben, die Sozialhilfe oder Wohngeld beziehen. Auch der Migrationsanteil spielt eine Rolle. Wie diese Korrelation genau aussieht, benennt die Stadt nicht.

SPD-Fraktionschefin: In München gibt es keine sozialen Brennpunkte

Gabriele Neff von der FDP, die mit ihrem Fraktionspartner Bayernpartei die Anfrage gestellt hat, ist mit den Auskünften der Stadt unzufrieden. Außerdem stört sie, dass die Stadt Monate gebraucht hat, um ihre Anfrage zu beantworten. Mithilfe dieser Zahlen hätte die Verwaltung schneller handeln können.

Dies geschehe bereits, sagt SPD-Fraktionschefin Anne Hübner. Inzwischen fahren Impfbusse die Außenbezirke an. Die Unterschiede zwischen den Vierteln hält Hübner für gering: Für sie sei das der Beweis, dass es in München keine sozialen Brennpunkte gibt.

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