München will Pausenhöfe der Schulen öffnen

Viele Freiflächen an Schulen sind am Wochenende zu. Stadtschulrätin Beatrix Zurek möchte das ändern.
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Stadtschulrätin Beatrix Zurek.
dpa Stadtschulrätin Beatrix Zurek.

Viele Freiflächen an Schulen sind am Wochenende zu. Stadtschulrätin Beatrix Zurek möchte das ändern.

München - Hausmeister müssen Überstunden machen, Nachbarn können über Lärm klagen, bei Unfällen sind Haftungsfragen offen: Es gibt Argumente dagegen, Pausenhöfe und Schul-Sportplätze außerhalb der Unterrichtszeiten zu öffnen. Die Stadtschulrätin hält die Pro-Argumente für gewichtiger – und will prüfen lassen, wie mehr Plätze zum Spielen auch am Wochenende zur Verfügung stehen können.

"Wir wollen so viel Raum wie möglich für die Menschen öffnen", sagte Beatrix Zurek (SPD) im Gespräch mit der AZ. Zurek erklärte, sie lasse gerade prüfen, wie Kriterien überarbeitet werden können, damit mehr Schulhöfe öffnen. Mit den Bezirksausschüssen sei sie dazu bereits in Gesprächen. Zureks Ziel: Es sollen deutlich mehr Freiflächen für die Nachbarschaften bereitstehen. "Der Wunsch dazu ist bei den Bürgern schon länger vorhanden."

Schulhöfe und Sportplätze sind außerhalb des Unterrichts fast nie geöffnet

Bereits seit 1992 gibt es die Möglichkeit, dass Schulhöfe länger öffnen – aber nur unter bestimmten Kriterien und nach Prüfung des Einzelfalls. Bei dem Prinzip will Zurek bleiben – aber im Ergebnis die Zahl der beteiligten Schulen erhöhen. Für 191 Sportplätze an Schulen ist die Stadt verantwortlich. Doch die allermeisten bleiben am Wochenende zugesperrt.

Schwermetalle in der Schule: Lehrerin klagt

Bei den Schulhöfen sieht es nicht viel besser aus. So öffneten in diesem Sommer stadtweit gerade einmal 25 Schulhöfe in den Ferien. Ein Verein organisierte dort Freizeitbetreuung für Kinder.

Ob es Zurek gelingt, viele neue Freiräume zu schaffen? Sie selbst sieht zumindest noch große Haken. Zurek verweist darauf, dass die Hausmeister nicht über Gebühr belastet werden sollen, dass es Anwohnerproteste geben könnte – und, dass es die Möglichkeit geben muss, die Anlagen zu betreten, ohne durch das eigentliche Schulhaus zu gehen. Ihr Zeitplan zumindest ist ehrgeizig: Schon Anfang 2017 sollen die neuen Kriterien erarbeitet sein – und dann, hoffentlich, auch bald die ersten Spielflächen am Wochenende öffnen.

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