München und die Europawahl: Symbolkraft für 2020

Lokalchef Felix Müller über München und die Europawahl.
| Felix Müller
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Vor der Europawahl am 26. Mai demonstrieren Münchner Anfang April beim Pulse of Europe für ein geeintes und friedliches Europa auf dem Max-Joseph-Platz
imago images / Michael Westermann/AZ-Montage Vor der Europawahl am 26. Mai demonstrieren Münchner Anfang April beim Pulse of Europe für ein geeintes und friedliches Europa auf dem Max-Joseph-Platz

Die CSU plakatiert in München gegen einen EU-Beitritt der Türkei. Wer fordert den nochmal aktuell? Genau, keiner. Wie die einst so stolze Münchner SPD aus dem Abwärtsstrudel kommen soll, ist nicht ersichtlich.

Die großen Gewinner könnten, wie schon bei der Landtagswahl, die Münchner Grünen sein. Vielen Wählern dürften deren Positionen auch nicht im Detail bekannt sein. Aber die Grünen gelten als erfolgreich, sympathisch, sachorientiert und irgendwie pro-europäisch. So surfen sie auf der Zeitgeist-Welle von Erfolg zu Erfolg. Auch und gerade in München.

In der SPD und CSU bereitet man schon die Erklärungen vor, wer oder was an der Niederlage schuld wäre. Dabei wissen auch die beiden einst großen Parteien, dass ein weiterer Wahlsieg der Grünen in München eine große Symbolik hätte. Er würde zeigen, dass der Erfolg bei der Landtagswahl kein einmaliger Ausschlag war. Und dass mit den Grünen in München nun auf allen Ebenen zu rechnen ist. Auch 2020, wenn es darum geht, wer es in die OB-Stichwahl schafft.

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