München: Super-Recogniser der Polizei feiern erste Erfolge

Die Polizei München hat nach einem halben Jahr im Einsatz eine erste Bilanz der sogenannten "Super-Recogniser" veröffentlicht. 
| dpa
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Vier Super-Recogniser der Polizei München: Wolfgang Sch. (45), Kriminalhauptmeister, Tanja St. (41), Kriminalhauptmeisterin, Christina W. (29), Kriminaloberkommissarin und Andreas H. (38), Kriminaloberkommissar (von links).
Polizei Vier Super-Recogniser der Polizei München: Wolfgang Sch. (45), Kriminalhauptmeister, Tanja St. (41), Kriminalhauptmeisterin, Christina W. (29), Kriminaloberkommissarin und Andreas H. (38), Kriminaloberkommissar (von links).

München - Gesichts-Experten der Münchner Polizei haben seit dem Sommer 2018 bei der Aufklärung von rund 200 Fällen geholfen. "Für uns ist das im Moment wirklich ein ganz besonderer Ansatz", sagte der Präsident des Polizeipräsidiums München, Hubertus Andrä, am Donnerstag im Münchner Presseclub. 35 Kollegen seien derzeit als sogenannte "Super Recogniser" im Einsatz. Sie verfügen über die besondere Fähigkeit, ein Gesicht nur kurz zu sehen und es auch Jahre später unter anderen zu erkennen.

Ein bis zwei Prozent der Bevölkerung haben laut Schätzungen diese Begabung und sind nach Ansicht des Londoner Wissenschaftlers Josh Davis, der einen Test zur Erkennung dieser Fähigkeiten entwickelt hat, Computern deutlich überlegen. Mitte 2018 hatte das Polizeipräsidium seine Mitarbeiter darauf getestet.

Friedhofs-Diebstahl und Bankkarten-Klau aufgeklärt

In München konnte nach Angaben Andräs mithilfe der Gesichts-Experten beispielsweise eine Diebstahl-Serie auf Friedhöfen aufgeklärt werden. Der Täter wurde gefilmt, als er mit einer - inklusive Pin - gestohlenen Bankkarte Geld an einem Automaten abhob. Ein "Super Recogniser" erkannte ihn auf Bildmaterial der Polizei und konnte so seine Identität klären.

Insgesamt sei München auch 2018 wieder die sicherste deutsche Millionenstadt gewesen, betonte Andrä. "Wir sind in puncto Sicherheit deutscher Meister." Und das, obwohl sich der Abwärts-Trend bei Wohnungseinbrüchen nicht fortgesetzt habe. Die offizielle Polizeistatistik für 2018 liegt noch nicht vor.

Lesen Sie auch: Super-Recogniser der Polizei haben die Wiesn im Blick

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