München stellt Riesen‑Waldi und 20‑Meter‑Banner für Olympia‑Countdown auf

Am Marienplatz hat die Stadt einen drei Meter hohen Werbe‑Waldi aufgestellt und ein 20 Mal zehn Meter großes Banner ausgerollt – und sendet so ein Signal für ihre Olympia-Ambitionen an den DOSB. Damit beginnt ein "Countdown" von 31 Tagen bis zur Entscheidung.
Irene Kleber |
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Zehn Meter hoch, 20 Meter breit: Mit diesem Mega-Banner will die Stadt mit dem Bündnis Pro Olympia für Münchens Olympiabewerbung werben.
Zehn Meter hoch, 20 Meter breit: Mit diesem Mega-Banner will die Stadt mit dem Bündnis Pro Olympia für Münchens Olympiabewerbung werben. © Sven Hoppe

Beachtliche drei Meter groß ist sie, witzig gestreift wie 1972: die Riesenversion vom Dackel Waldi – damals das Maskottchen der Olympischen Spiele in München. Am Mittwoch hat die Stadt den Werbe-Dackel (der kürzlich schon vor der Kulisse von Schloss Nymphenburg stand) vor dem Rathaus am Marienplatz aufgebaut.

Sein Format ist nichts gegen das olympiablaue Werbebanner, das Mitstreiter des Münchner Bündnisses Pro Olympia wenig später mitten auf dem Platz ausrollten und in die Höhe hielten – begleitet von der historischen Olympia-Fanfare von 1972.

Botschaft an die Olympia-Entscheider

Gewaltige 20 Meter lang und zehn Meter hoch ist das Banner. Darauf steht die Botschaft aus München, die ab sofort und 31 Tage lang die Sportfunktionäre und Verbandsvertreter vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) erreichen soll: "Für Deutschlands echte Olympiachance – München 20XX".

Noch 31 Tage bis zur Olympiaentscheidung: Hier startet Sina Hochreiter als  Münchner Kindl den "Countdown" am Riesen-Waldi.
Noch 31 Tage bis zur Olympiaentscheidung: Hier startet Sina Hochreiter als Münchner Kindl den "Countdown" am Riesen-Waldi. © iko

Vor 54 Jahren: Eröffnungsfeier für Olympia 1972

In einem Monat, am 26. September, fällt in Baden-Baden die bei einer außerordentlichen Sitzung die Entscheidung, mit welcher Stadt sich der DOSB beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) um Olympische und Paralympische Sommerspiele für 2036, 2040 oder 2044 bewirbt. Neben München gehen noch die beiden Bewerber Berlin und das Rhein-Ruhr-Gebiet mit Köln ins Rennen. Der Tag für den Countdown-Auftakt war übrigens bewusst gewählt: Die Olympia-Eröffnungsfeier von 1972 in München ist auf den Tag genau 54 Jahre her.

OB Dominik Krause (Grüne) wirbt für Münchens Olympiabewerbung.
OB Dominik Krause (Grüne) wirbt für Münchens Olympiabewerbung. © Sebastian Widmann / LHM RBS

Krause: "München ist bereit für Olympia"

Dass München unbedingt gewinnen will, machte OB und Olympia-Fan Dominik Krause (Grüne) bei der Banner-Show klar: "München ist bereit für Olympia“, sagt er – und dankte dem Bündnis Pro Olympia dafür, dass es im großen Stil die Werbetrommel für die Stadt rührt. Die Initiative hatte sich im vergangenen Herbst vor dem Bürgerentscheid gegründet (66,4 Prozent der Münchner stimmten für eine Olympiabewerbung). Ihr gehören Wirtschaftsverbände und Organisationen aus Gastronomie, Hotellerie, Handwerk, Handel und Kultur an.

"Weltweite Strahlkraft" Münchens

Krause: "Wir bauen auf einem olympischen Erbe auf, das seit 1972 sichtbar lebendig geblieben ist." Dazu komme "die weltweite Strahlkraft unserer Stadt und der ganz besondere Rückhalt in der Münchner Bevölkerung". Das mache die Münchner Bewerbung "einzigartig".

Die Neubiberger Blasmusik spielt die Olympia-Fanfare von 1972, während am Marienplatz das Banner ausgebreitet wird.
Die Neubiberger Blasmusik spielt die Olympia-Fanfare von 1972, während am Marienplatz das Banner ausgebreitet wird. © iko

Boppert: "München kann Olympia"

Mit dabei waren neben Wirtschaftsreferent Christian Scharpf (SPD) auch etliche Verbandsvertreter – wie Wolfram Hatz, Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), Kulturmanager David Boppert für die Industrie- und Handelskammer und Christian Schottenhamel für den Hotel- und Gaststättenverband Dehoga. "München will Olympia. Die Wirtschaft ist überzeugt: München kann Olympia", sagte Boppert. Wirtschaft, Kultur, Politik und Sport stünden "geschlossen hinter der Bewerbung".

Täglich ein neues Schild am Riesen-Waldi

Die Stadt will ab jetzt jeden Tag hellblaue Tafeln mit absteigenden Zahlen fotografieren und über Social-Media-Kanäle verbreiten – bis zum Entscheidungstag am 26. September. Die "31" platzierte am Mittwoch Sina Hochreiter, das neue "Münchner Kindl", direkt am Riesen-Waldi.

Was mit dem Mega-Banner nach dem Fototermin mit zahlreichen Medien passiert, war am Mittwoch noch unklar. Denkbar, dass es, schön zusammengefaltet, erst mal in einem Lager der Stadt landet.

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