Krönung auf dem Marienplatz: Das ist Münchens Prinzenpaar 2026

Samantha zupft an ihrem Plüschjäckchen herum. Stephan reibt seine kalten Hände aneinander, doch wärmer werden sie nicht. Keine Frage: Das Paar in Glitzer-Robe und -Frack hat das Lampenfieber gepackt. Wen wundert’s? Auf dem Marienplatz warten viele Menschen erwartungsvoll auf die beiden – und deren Krönung!
Vor dem Rathaus fand am Samstag im Rahmen einer großen Show die Inthronisation des offiziellen Münchner Prinzenpaares 2026 statt. Traditionsgemäß ab 11.11 Uhr wurden von der Narrhalla, Münchens ältester Faschingsgesellschaft, die alljährlich auch das Prinzenpaar stellt, die Insignien verliehen: Prinzenring und Zepter, Krönchen und Hermelinmantel. Aus dem 34-jährigen Physiker Stephan Kürten wurde Prinz Stephan I.. Produktmanagerin Samantha Bigl (28) darf sich bis Aschermittwoch Prinzessin Samantha I. nennen.
Erster Walzer? Problemlos gemeistert!
Seinen ersten Walzer auf großer Bühne meisterte das gekrönte Paar problemlos. Applaus und ein dreifaches "NarrHalla!" gab’s auch für Matthias Stolz, den neuen Narrhalla-Präsidenten, der eine "großartige Saison" 2026 versprach: "Mit viel Bewährtem, einem Hauch Neuem und ganz viel Herz".
Letzteres stellt die traditionsreiche Faschingsgesellschaft Jahr für Jahr unter Beweis. Fast 80 Prozent aller ihrer rund 200 Auftritte im Fasching finden in sozialen Einrichtungen statt.

Dies würdigte jetzt ganz besonders Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD): "Den Münchner Fasching macht auch sehr viel Karitatives aus. Großen Dank für so viel ehrenamtliches Engagement." Dem Prinzenpaar übergab Dietl, selbst ein erklärter Faschingsfan, den symbolischen Stadtschlüssel für die närrische Regentschaft. "Man soll ja auch teilen", sagte sie bestgelaunt in ihrer vielbeklatschten Rede.
Wie "faschingsbegeistert" die Münchnerinnen und Münchner seien, zeige allein schon der so gut gefüllte Marienplatz bei der Inthronisation, so Dietl – und wie zum Beweis wurde allerorts gleich noch mehr geschunkelt und gejubelt.