München kämpft gegen das Pappbecher-Problem: Kein Spaß!

Jeder  trägt eine Verantwortung - und die geht bei Kaffeebechern aus Pappe los. Die Lokalredakteurin Anja Perkuhn über Moral und Bequemlichkeit.
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Plastik- statt Pappbecher? Anja Perkuhn über die Notwendigkeit, auch mal nicht den bequemsten Weg einzuschlagen.
dpa/AZ Plastik- statt Pappbecher? Anja Perkuhn über die Notwendigkeit, auch mal nicht den bequemsten Weg einzuschlagen.

Jeder  trägt eine Verantwortung - und die geht bei Kaffeebechern aus Pappe los. Die Lokalredakteurin Anja Perkuhn über Moral und Bequemlichkeit.

Obst und Gemüse regional und bio kaufen, Kleidung fair gehandelt, den Müll in fünf verschiedene Kategorien sortieren, möglichst wenig mit dem Flugzeug fliegen und nun auch noch immer mit einem Kaffeebecher in der Tasche herumlaufen – ja Himmel, was sollen wir denn alles tun?!

Einfach: mindestens genau das.

Wir leben in einem industriell sehr weit entwickelten Land, wir leben im Luxus – selbst die von uns, die nicht so viel Geld zu Verfügung haben, dass sie ihr Leben selbst als luxuriös betrachten, sind vergleichsweise wohlhabend.

Dadurch trägt jeder Einzelne von uns eine Verantwortung sich selbst, seinen Mitmenschen, den nachkommenden Generationen und der Welt gegenüber: Wir sind moralisch verpflichtet, menschlich besser zu sein, als wir es ohne Anstrengung wären.

Nein, es macht keinen Spaß, jeden Tag so einen Becher in der Tasche herumzutragen und ihn entweder sofort am Arbeitsplatz oder abends – möglichst noch, nachdem er in die Tasche gesifft hat – zu Hause abzuspülen. Aber Bequemlichkeit wie die, sich unterwegs einen Kaffee zu gönnen, ohne auch nur einen Zubereitungsschritt selbst gemacht zu haben, hat ihren Preis. Wer bereit ist, ihn zu zahlen, rettet sicher nicht allein die Welt. Aber er hilft.

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