Bier für 1,30 Euro, Weißwürste für 2,95 Euro: Hier ist München noch günstig

Studieren in München ist teuer: Im Schnitt zahlen Studentinnen und Studenten 850 Euro monatlich für ein WG-Zimmer. Dazu kommen Ausgaben für Lebensmittel, das Semesterticket und alles, was im Alltag sonst noch anfällt. Mit etwas Glück unterstützen die Eltern finanziell. Andernfalls müssen Studierende mit BAföG und einem Nebenjob über die Runden kommen. Für Restaurantbesuche oder einen Abend mit Freunden in der Bar bleibt da häufig nicht mehr viel übrig.
Doch auch in München muss ein knappes Budget nicht bedeuten, auf gutes Essen und gesellige Abende zu verzichten. Die AZ-Redaktion hat Lokale und Kneipen zusammengestellt, in denen der Geldbeutel geschont wird – mit günstigen Gerichten, bezahlbaren Getränken und gemütlicher Atmosphäre.
Alter Ofen
Gemütliches Ambiente und günstige Schnitzel gibt es im Alten Ofen in der Zieblandstraße. In der dunklen, holzvertäfelten Kneipe gibt es elf günstige Schnitzelvarianten: klassisch, mit Erdnuss- oder Haselnusspanade, Parmesan oder Cornflakes. Die Preise beginnen bei 13,50 Euro.
Überhaupt ist die Kneipe ein gemütlicher Treffpunkt für alle Altersklassen. Ob in der Gruppe oder auch mal alleine: An den großen runden oder kleinen eckigen Tischen und bei schummrigem Licht kommt man gut mit Fremden ins Gespräch. Ein Highlight: Ab 23 Uhr gibt es Fleischpflanzerl mit Senf und Brot für 3,50 Euro.
Zieblandstraße 4, Mo.–Do. 18–1 Uhr

Alter Simpl
Mitten im sonst so wandelbaren Univiertel ist der Alte Simpl ein echtes Traditionslokal geblieben. Altbacken wirkt das Wirtshaus deshalb aber keineswegs. Drinnen treffen moderne Akzente auf klassische Elemente wie Holzvertäfelungen und zahlreiche Fotografien aus der langen Geschichte des Lokals.
Auch preislich kann sich der Alte Simpl sehen lassen. Besonders die Mittagskarte lohnt sich für Studierende, die in der Pause gut und günstig essen wollen. Die Preise reichen von unter zehn bis knapp 15 Euro.
Türkenstraße 57, Mo.–Mi. 11.30–0 Uhr, Do.–Sa. bis 1 Uhr, So. bis 23 Uhr
Augustiner Dreimühlen
Lust auf deftige bayerische Schmankerl, aber keine Lust, tief ins Portemonnaie zu greifen? Dann ist das Augustiner Dreimühlen im gleichnamigen Viertel eine gute Adresse.
Das wohl günstigste Weißwurstfrühstück der Stadt gibt es hier täglich von 10 bis 12 Uhr. Zwei Weißwürste mit Brezn und Senf kosten gerade einmal 2,95 Euro. Auch die umfangreiche Schnitzelkarte kann sich preislich sehen lassen. Das Original Wiener Schnitzel vom Kalb mit Beilage gibt es für 23,95 Euro.
Reifenstuelstraße 1, Mo.–Do. 10–0 Uhr, Fr.–So. 9–0 Uhr
Baoz! Bar
In der Baoz! Bar in der Türkenstraße gibt es köstliche Baos mit Fleischfüllung oder in der veganen Variante für 4,90 Euro. Dazu köstliche Teigtaschen ab 6,90 Euro für sechs Stück und verschiedene Bowls ab 11,90 Euro.
Türkenstraße 60, Mo.-Mi. 11-15 Uhr und 17-20 Uhr bzw. 21.30 Uhr, Fr.-So. 11-15 Uhr und 17-21 Uhr bzw. 21.30 Uhr, Donnerstag geschlossen
Beisl
Erst seit diesem Sommer wird im Beisl in der Utzschneiderstraße Bier ausgeschenkt – und das zu erfreulich günstigen Preisen. Eine Halbe Sternburg Export kostet hier gerade einmal 2,70 Euro, für Augustiner wird ein Euro mehr fällig.
Auch die Veranstaltungen bieten einen guten Anlass für einen Besuch. Bei "Leberkäse & Chill" am 24. Oktober um 13 Uhr oder beim Bierpong-Turnier am 5. November um 19 Uhr lässt sich der Feierabend beziehungsweise das Wochenende gesellig einläuten.
Utzschneiderstraße 8, Mi.–Do. 14–23 Uhr, Fr. 20–2 Uhr, Sa. 12–2 Uhr
Café Kosmos & Bufet
Ein absoluter Klassiker unter den Münchner Bars ist das Café Kosmos im Bahnhofsviertel. Unschlagbar ist der Bierpreis: 1,30 Euro für ein kleines Maxlrainer Hell.
Die Bar ist im Stil der 50er-Jahre gehalten und an jedem Tag der Woche gut besucht. Ein Klassiker auf der Karte ist der berühmte und preiswerte Apfel-Wodka: Die Barkeeper pressen für jeden Cocktail einen saftig grünen Apfel frisch aus.
Und falls es doch mal zu voll wird: Nebenan im Bufet wird ebenso günstiges Maxlrainer ausgeschenkt, dazu gibt es bayerische Schmankerl wie Wurst und Leberkas – auch in veganen Varianten.
Dachauer Straße 7, Mo.–Do. 12–1 Uhr, Fr. 12–3 Uhr, Sa. 14–3 Uhr, So. 14–1 Uhr
Bufet: Dachauer Straße 7a, Mo.–Do. 17–1 Uhr, Fr. 17–2 Uhr, Sa. 18–2 Uhr

Kneipe 80
Unter Studierenden dürfte es sich längst herumgesprochen haben: Die Kneipe 80 hat sich in kurzer Zeit zu einem der beliebtesten Treffpunkte im Münchner Nachtleben entwickelt.
Das liegt nicht nur an den fairen Preisen: Seit der Eröffnung kostet die Halbe Ayinger in der Maxvorstadt 3,90 Euro, das Spaten im Glockenbachviertel 4,10 Euro. Dazu kommt das besondere Ambiente, das von den 80er-Jahren inspiriert ist und viele junge Münchner in die beiden Lokale lockt.
Fraunhoferstraße 19, Di. 17–22 Uhr, Mi. 17–23 Uhr, Do. 17–1 Uhr, Fr. 17–2 Uhr, Sa. 15–2 Uhr, So. 15–21 Uhr
Theresienstraße 72, Mo. 16–22 Uhr, Di. 16–23 Uhr, Mi. 16–0 Uhr, Do.–Fr. 16–1 Uhr, Sa. 14–1 Uhr, So. 14–22 Uhr

Mari
Im Mari im Schlachthofviertel geht es liebevoll und familiär zu. Ein Besuch in dem Lokal an der Adlzreiterstraße lohnt sich vor allem wegen der kreativen Tages- und Wochengerichte, die regelmäßig wechseln.
Zwischen Café und Bistro angesiedelt, ist das Mari von früh bis spät eine gute Adresse für eine genussvolle Pause. Auch die Preise bleiben fair. Die Tagesgerichte kosten rund 15 Euro, das "Omelett der Saison" gibt es zum Frühstück für neun Euro. Der Cappuccino dazu kostet 3,80 Euro.
Adlzreiterstraße 36, Di.–Fr. 8–22 Uhr, Sa.–So. 10–16 Uhr