München: Fahrschüler rast unter Drogen zur theoretischen Führerscheinprüfung

Die Polizei hatte Mühe, dem Honda des 24-Jährigen zu folgen, so schnell raste der Mann über die Autobahn. Die Begründung: Er wollte seine theoretische Lkw-Führerscheinprüfung noch rechtzeitig erreichen. Die wird er nun erstmal nicht mehr machen müssen.
| Lukas Schauer
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Mit 180 Sachen und unter Drogen raste der 24-Jährige in Richtung München. (Symbolbild)
Mit 180 Sachen und unter Drogen raste der 24-Jährige in Richtung München. (Symbolbild) © Jens Kalaene/dpa

München – Der 24-Jährige mit Wohnsitz in Germering hatte es eilig - denn er hatte verschlafen, wie er später der Polizei sagte. Zuvor hatte er gegen 10:20 Uhr eine Zivilstreife auf der A96 an der Anschlussstelle Laim rechts überholt. Kurze Zeit später wechselte er vom linken Fahrstreifen auf den Standstreifen und überholte wiederum mit hoher Geschwindigkeit den stockenden Verkehr.

Schließlich raste er mit rund 180 km/h weiter in Richtung München. Erlaubt sind auf diesem innerstädtischen Abschnitt der A96 lediglich 60 km/h. "Die Beamten hatten Mühe, ihm zu folgen", so ein Polizeisprecher.

Unter Drogen zur theoretischen Führerscheinprüfung

Erst als der 24-Jährige das Blaulicht des Zivilfahrzeugs bemerkte, stoppte er seine Fahrt. Als Grund für seine rasante Fahrweise gab er den Beamten gegenüber an, dass er die theoretische Fahrprüfung für seinen Lkw-Führerschein noch rechtzeitig erreichen wollte. Die sei um 8 Uhr losgegangen - er war also bereits rund zweieinhalb Stunden zu spät dran.

Er habe die ganze Nacht gelernt und dann verschlafen, gab er den erstaunten Beamten zu Protokoll. Um wieder wach und leistungsfähig zu sein, hatte er außerdem Kokain geschnupft.

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Die Ehrlichkeit half aber auch nichts: Die Beamten beschlagnahmten den Führerschein des 24-Jährigen und leiteten gegen ihn ein Strafverfahren ein. Den Lkw-Führerschein wird er so schnell nicht machen können – zunächst wird es darum gehen, seinen "normalen" Autoführerschein überhaupt wieder zu bekommen.

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