München: Die Stadt bereitet ihr eigenes Verkehrsministerium vor

Das Münchner Mobilitätsreferat soll helfen, die Verkehrswende in der Stadt zu gestalten.
| Irene Kleber
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Der Kampf um den Verkehrsraum in München war schon im Wahlkampf ein entscheidendes Thema. Das grün-rote Bündnis will die Stadt jetzt radlfreundlich umbauen.
imago Der Kampf um den Verkehrsraum in München war schon im Wahlkampf ein entscheidendes Thema. Das grün-rote Bündnis will die Stadt jetzt radlfreundlich umbauen.

Das Münchner Mobilitätsreferat soll helfen, die Verkehrswende in der Stadt zu gestalten.

München - München hat schon 13 Stadtministerien – vom Baureferat übers Sozial-, Kreisverwaltungs-, Umweltreferat bis zur Kämmerei. Ab Januar 2021 kommt nun die Nummer 14 dazu: das neue Mobilitätsreferat (man könnte auch Verkehrsreferat sagen), das OB Dieter Reiter (SPD) angeregt hat, damit die vielen Verkehrsthemen der Stadt künftig quasi aus einer Hand gemanagt werden können.

Neues Referat und neues Gebäude für schnellere Verkehrswende

Das neue Amt soll in Sendling seine Arbeit aufnehmen, in einem Bürogebäude an der Implerstraße mit den Hausnummern 7 bis 9. Dort ist auf 9.000 Quadratmetern Platz für mindestens 300 Arbeitsplätze. So steht es in einer Vorlage, die am Mittwoch im Personalausschuss des Stadtrats auf den Tisch kommt. Falls das nicht reicht, lassen sich "bedarfsorientiert" in einem benachbarten Verwaltungsgebäude noch Arbeitsplätze einrichten.

Nach sechs Jahren soll das neue Referat dann in den geplanten Neubau an der Ludwigshafener Straße/ Westendstraße umziehen. Der OB will hier Bereiche aus dem KVR-, Planungs-, Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsreferat bündeln, damit es schneller vorangeht mit der angestrebten Verkehrswende, die unter anderem mehr Platz für Radler und Fußgänger, bessere Luft und weniger Staus bringen soll.

Neuer Verkehrsreferent wird im Oktober gewählt

Nur wer die neue Behörde eigentlich leiten soll, ist noch immer nicht klar. Eigentlich hätte zum 27. April die Bewerbungsfrist für den Posten enden und noch vor der Sommerpause ein Chef oder eine Chefin feststehen sollen. Die Coronakrise hat nun alles nach hinten verschoben. Die Bewerber hatten deshalb bis 26. Juni Zeit, ihre Unterlagen zu einzureichen. "Die werden jetzt gerade ausgewertet", sagt ein Direktoriumssprecher auf AZ-Anfrage. Über die Zahl an Einreichungen wolle man sich aktuell nicht äußern.

Wer in die engere Wahl kommt, muss sich im Herbst im Stadtrat vorstellen. Vorschlagsrecht für den neuen Verkehrsreferenten haben laut Koalitionsvertrag die Rathaus-Grünen. Es werde niemand aus den Reihen der Fraktion sein, heißt es intern, man werde "nicht nach Parteibuch" sondern nach Qualifikation auswählen. Gewählt wird wohl im Oktober.

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