München: Die H-Hotels werden immer mehr

Zwei neue Häuser eröffnen die H-Hotels demnächst. Das sind zwei Hotels von vielen, trotz Flächenmangels steigt ihre Zahl stetig.
| Myriam Siegert
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Die Baustelle des Hyperion in Bogenhausen. Hier entsteht ein weiteres Fünf-Sterne-Hotel.
Wackerbauer Die Baustelle des Hyperion in Bogenhausen. Hier entsteht ein weiteres Fünf-Sterne-Hotel.

Zwei neue Häuser eröffnet die Kette H-Hotels demnächst in München. Das sind zwei Hotels von vielen, trotz Flächenmangels steigt ihre Zahl stetig.

München - Eine Bleibe zu finden ist kein Problem in München. Zumindest, wenn man als Besucher in der Stadt ist – Hotels gibt es in immer größerer Zahl. Am Dienstag hat die Kette H-Hotels zwei neue Häuser im Stadtgebiet vorgestellt. Am Oberwiesenfeld eröffnet im Frühjahr 2019 ein Hotel der Marke H2, aus der Reihe der Zwei-Sterne-Designhotels der Kette. 465 Zimmer verteilen sich auf 21 Stockwerke. In Bogenhausen entsteht mit der Edelmarke Hyperion ein Fünf-Sterne-Tempel mit 341 Zimmern, die Fertigstellung ist für November dieses Jahres geplant.

Die Baustelle des Hyperion in Bogenhausen. Hier entsteht ein weiteres Fünf-Sterne-Hotel.
Die Baustelle des Hyperion in Bogenhausen. Hier entsteht ein weiteres Fünf-Sterne-Hotel. © Wackerbauer

Die H-Hotels AG betreibt Häuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz und gehört in diesem Raum mit 355 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2015 zu den größten Hotelbetreibern. Das Unternehmen macht sich in München, was nunmal jedes Unternehmen tut – die guten Bedingungen auf dem Markt zunutze. Die Investition in neue Hotelprojekte in München ist nach Einschätzung der Leiterin von München Tourismus, Geraldine Knudson, "die sehr optimistische Antwort auf die seit Jahren steigende Nachfrage."

Planungsreferat: Wohnraum hat in München oberste Priorität

München ist mit der Wiesn, mehreren großen Messen und Unternehmen, und aus Münchner Sicht natürlich dem unwiderstehlichen Charme der Stadt, ein attraktives Ziel – das Angebot entwickelt sich dementsprechend. Waren es im Jahr 2007 noch 46.000 Betten, so zählte München Tourismus 2017 bereits 71.000 Betten. Die Zahl der Betriebe stieg in der Zeit weniger drastisch von 354 auf 417. Es sind also vor allem immer größere Häuser, in denen München seine Gäste beherbergt.

So sehr der Boom die einen freut, so betrachten ihn andere mit Sorge. Bereits 2016 haben die Grünen im Stadtrat angeregt, Strategien zu entwickeln für mehr Wohnraum statt mehr Hotels. Allerdings gilt: In Gewerbegebieten dürfen Wohnungen nur in Ausnahmefällen gebaut werden – für Hotelbetriebe sind sie ganz normal zulässig. In Mischgebieten gilt: Beiden muss Platz eingeräumt werden. Wohngebiete sind hier explizit festgelegt, Hotels davon ausgeschlossen.

Das Planungsreferat betont, dass die Entwicklung von Wohnraum in der Stadt oberste Priorität habe. Der Bau von Hotels stehe damit nicht in Konkurrenz – eben aufgrund der gesetzlichen Regelungen der Flächenwidmung.

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