München: Der Werneckhof schließt mit sofortiger Wirkung

Auch Fried Chicken konnte das Zwei-Sterne-Lokal "Werneckhof" nicht durch die Krise bringen. Die Schließung sei keine leichte Entscheidung gewesen, schreiben die Eigentümer.
| Jasmin Menrad
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Tohru Nakamura ist Koch des Jahres.
Peter Kneffel/dpa Tohru Nakamura ist Koch des Jahres.

München - Während des Lockdowns standen die Münchner für sein Fried Chicken – japanisches Backhendl, das mit diversen Soßen so ähnlich auf den Straßen Tokyos verkauft wird – Schlange. Tohru Nakamura vom Zwei-Sterne-Restaurant "Werneckhof" hatte im Boutique-Hotel Schwabinger Wahrheit, das zur Geisel-Gruppe gehört, japanisches Streetfood verkauft. Kreativ und vor allem köstlich fanden viele Münchner diesen Umgang des Sternerestaurants mit der Krise.

"Werneckhof by Geisel": Das ist der Grund für die Schließung

Am Donnerstag haben die Eigentümer der Geisel Privathotels verkündet, das Zwei-Sterne-Restaurant "Werneckhof by Geisel" für immer zu schließen. Keine leichte Entscheidung sei das gewesen, schreiben sie in einer Mittelung. "Abstandsregelungen und andere Hygieneauflagen lassen es in einem so kleinen Restaurant nicht zu, den gewohnten exzellenten Service für unsere Gäste zu gewährleisten", so Michael Geisel.

Und ergänzt: "Da es leider für uns alle nicht absehbar ist, wann eine für uns gewohnte Normalität wieder zurückkehren wird, haben wir uns schweren Herzens dazu entscheiden müssen, den Betrieb im 'Werneckhof' mit sofortiger Wirkung endgültig zu schließen." 2019 erst war Tohru Nakamura (37) von den Restauranttestern des "Gault&Millau" mit 19 von 20 möglichen Punkten zum Koch des Jahres gekürt worden.

Zukunft von Tohru Nakamura noch unklar

Der Sohn einer deutschen Mutter und eines japanischen Vaters hat seine erstaunliche Küchenkarriere einst bei den Geisels im "Königshof" gestartet und kam 2013 als Chefkoch in den "Werneckhof". Zu dem Unternehmen gehören unter anderem die "Beyond-Luxusresidenz" am Marienplatz, das "Excelsior" in der Schützenstraße, das "Anna Hotel" und "Restaurant und Geisels Weingalerie" in der Herzog-Wilhelm-Straße. Außerdem ein Luxuszug mit beidseitig verglastem Panoramadeck, der in ganz Europa unterwegs ist. 2021 soll der neue "Königshof" fertig sein, der auch zur Luxushotel-Gruppe gehört und seit Mai 2019 abgerissen wird.

Ein besonderer Dank der drei Geisel-Brüder geht an die Mitarbeiter für ihre Loyalität und ihren Einsatz in den vergangenen Jahren. "Die Mitarbeiter sind und waren für die Geisel Privathotels immer das größte Gut und umso mehr schmerzt es, einige von ihnen zu verlieren", heißt es in der Mitteilung.

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