München: Alkoholverbot am Hauptbahnhof zeigt deutliche Wirkung

Das Alkoholverbot rund um die Uhr zeigt im Bahnhofsviertel erstaunliche Wirkung. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Kriminalität deutlich gesunken.
| Ralph Hub
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Seit August 2019 ist das Alkoholverbot am Münchner Hauptbahnhof ganztägig in Kraft.
Felix Hörhager/dpa Seit August 2019 ist das Alkoholverbot am Münchner Hauptbahnhof ganztägig in Kraft.

München - Der Bahnhofsvorplatz ist eine einzige Baustelle, die Schalterhalle ist komplett abgerissen – das Bahnhofsviertel ist alles andere als ein Plätzchen zum gemütlichen Verweilen.

Dazu kommt das strikte Alkoholverbot, das die Stadt im und rund um den Hauptbahnhof erlassen hat, sowie verstärkte Kontrollen durch Polizei und den Kommunalen Außendienst (KAD). Trinker, Drogensüchtige und Kleinkriminelle weichen aus. Die Folge: Die Kriminalität sank laut der neuesten Polizeistatistik im vergangenen Jahr um fast 19 Prozent.

Wird das Alkoholverbot am Hauptbahnhof wieder abgeschafft?

Mehr als ein Drittel des Rückgangs entfallen dabei auf Diebstahlsdelikte (-24,8 Prozent oder -553 auf 1.679 Fälle). Ebenfalls rückläufig sind Rohheitsdelikte (-23,4 Prozent oder -257 auf 843 Fälle). Rauschgiftdelikte verzeichneten trotz intensiver Kontrollen einen deutlichen Rückgang (-16,4 Prozent oder - 417 auf 2.129 Fälle).

Mit einiger Skepsis verfolgen dagegen manche Polizisten Pläne der neuen Koalition im Rathaus. Sie will nochmal überprüfen, ob das Rund-um-die-Uhr-Alkoholverbot wirklich nötig ist – oder doch wieder abgeschafft werden kann.

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