Morddrohung gegen Charlotte Knobloch: Teilnahme an Veranstaltung in München abgesagt

Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, ist von einer unbekannten Person mit dem Tode bedroht worden. Staatsschutz und Staatsanwaltschaft ermitteln. 
von  Ralph Hub
Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.
Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. © Sven Hoppe

Morddrohung gegen Charlotte Knobloch: Teilnahme an Veranstaltung in München abgesagt

Auf eine Parkbank im südöstlichen Teil des Englischen Gartens hatte der Täter eine unmissverständliche Morddrohung hinterlassen. Mit einem schwarzen Edding schrieb er: "Die AfD hat gewonnen. Morgen hängen wir die Knobloch." Wer die Drohung formuliert hat, ist derzeit nicht bekannt.

Morddrohung auf Parkbank

Die antisemitische Morddrohung wurde am Mittwochnachmittag gegen 15 Uhr entdeckt. Anschließend hat man sofort die Polizei verständigt. Inzwischen sind die Staatsanwaltschaft München I und der Staatsschutz im Polizeipräsidium München eingeschaltet.

Buchvorstellung abgesagt

Am Mittwochabend sollte Charlotte Knobloch an einer Buchvorstellung im Kulturzentrum "Fat Cat" im Gasteig teilnehmen. Dabei sollte es um ein Werk von Ronen Steinke gehen. Sein jüngstes Buch "Meinungsfreiheit: Wie Polizei und Justiz unser Grundrecht einschränken – und wie wir es verteidigen“ ist im Februar 2026 erschienen. Die Teilnahme von Charlotte Knobloch an der Buchvorstellung wurde sicherheitshalber abgesagt.

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