Mit Luftballons gegen das Gaskraftwerk in Unterföhrung

München soll raus aus der Kohle. Das beschloss die Stadt vor vier Jahren. Doch nun möchte sie ein Gaskraftwerk in Unterföhring bauen. Dagegen gibt es Protest - und bald Klagen?
| Christina Hertel
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Mit schwarzen Luftballons demonstrierten Klima-Aktivisten gegen die Pläne der Stadtwerke.
Mit schwarzen Luftballons demonstrierten Klima-Aktivisten gegen die Pläne der Stadtwerke. © Sigi Müller

München - Mit schwarzen Luftballons demonstrierten Klima-Aktivisten am Freitag in Unterföhring und auf dem Marienplatz. Seit gut drei Jahren steht zwar fest, dass der Steinkohleblock im Heizkraftwerk, das sich in der 9000 Einwohner großen Kommune nördlich von Münchens befindet, stillgelegt werden soll.

Widerstand gegen die Pläne der Stadtwerke

Die Stadtwerke planen nun, auf diesem Grund ein Gaskraftwerk zu errichten, das gekoppelt Strom und Wärme liefern soll. Dagegen regt sich Widerstand - von der Gemeinde, den örtlichen Grünen, von Vertretern von Fridays for Future und Fossil Free München. Aus deren Sicht ist das Kraftwerk weder für die Strom- noch für die Fernwärmeversorgung in München und im Umland erforderlich. Es würde, so heißt es in dem Aufruf für die Demo, "für die nächsten 30 Jahre erneut nach Abschaltung des Kohleblockes große Mengen CO2 in die Atmosphäre blasen".

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Auch der Unterföhringer Bürgermeister stellt sich dagegen

Der Unterföhringer Gemeinderat lehnte das Kraftwerk daher ab. Trotzdem beantragten die Stadtwerke eine Genehmigung bei der Regierung von Oberbayern. Denn nach Ansicht der SWM ist das Gaskraftwerk notwendig, um zu einer gesicherten Stromversorgung in Süddeutschland beizutragen. Nur so könne auf Kohle als Energieträger verzichtet werden, schreibt die SWM. Dem widerspricht der Unterföhringer Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (parteilos). Zur Not wolle er klagen, sagte er am Freitag der AZ. Er findet, die SWM sollten generell nicht mehr in fossile Brennstoffe investieren. Das sieht auch der Dritte Bürgermeister Johannes Mecke von den Grünen so. Von seinen Parteikollegen in München sei er enttäuscht, sagte er.

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