Ludwig Spaenle zurück im Bayerischen Landtag

Münchens CSU-Chef Ludwig Spaenle darf zurück in den Bayerischen Landtag – als Nachrücker für Otto Lederer.
| Irene Kleber
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Ludwig Spaenle führt die Münchner CSU seit 2011.
Sven Hoppe/dpa Ludwig Spaenle führt die Münchner CSU seit 2011.

München - Auch wenn die Wahl um den OB-Sessel in München für die CSU verloren ist – für Münchens CSU-Chef Ludwig Spaenle (58) war der Wahlabend am Sonntag trotzdem ein innerer Jubeltag. Denn Spaenle, der bei der letzten Landtagswahl 2018 nach 25 Jahren sein Abgeordnetenmandat verloren hat (weil der grüne Christian Hierneis ihm das Direktmandat in seinem Stimmkreis Schwabing abgenommen hat), darf ab Anfang Mai nach der Zwangspause in den Landtag zurückkehren – als Nachrücker.

Ludwig Spaenle übernimmt das Mandat von Otto Lederer

Er wird das Landtagsmandat von Otto Lederer übernehmen. Der Abgeordnete für Rosenheim-West hat in seiner Heimat als CSU-Landrat kandidiert – und sich jetzt in der Stichwahl gegen die grüne Gegenkandidatin Ulla Zeitlmann durchgesetzt. Als Landrat muss Lederer sein Landtagsmandat nun wieder abgeben – der Platz ist also frei für Nachrücker Spaenle.

"Das ist eine schöne Sache, wenn man nach 24 Jahren und 20 Tagen im Landtag wieder anknüpfen kann", sagt Spaenle, der die Auszählung der Stimmen zusammen mit seiner Frau in seiner Schwabinger Wohnung verfolgt hat, zur AZ. "Ich werde in Kürze Post vom Landtag bekommen, in der ich gefragt werde, ob ich das Mandat annehme, und ich werde das sehr freudig mit Ja beantworten."

Ludwig Spaenle: Zurück ins Kultusministerium?

Damit endet für das CSU-Urgestein ein Serie von politischen Niederlagen, die Spaenle – zumindest nach außenhin – fast kommentarlos er- und getragen hat: Im März 2018 hatte der damals neu gewählte Ministerpräsident Markus Söder seinem langjährigen Vertrauten Spaenle (der auch Taufpate seines Sohnes ist) überraschend das Kultusministeramt abgenommen und ihn aus dem Kabinett befördert.

Ein halbes Jahr später verlor Spaenle auch noch sein Landtagsmandat. Geblieben war dem Ex-Kultusminister, der Geschichte und Theologie studiert hat, das neue Amt des Antisemitismusbeauftragten der Staatsregierung, mit einem Büro in einem Nebengebäude des Kultusministeriums. Von dort hat er in den letzten eineinhalb Jahren etliche Initiativen auf den Weg gebracht.

Landtag auf Sparflamme: Zeitpunkt von Spaenle-Rückkehr noch unklar

Wann genau Spaenle wieder ins Maximilianeum einrücken wird und welches Büro er dort bezieht, ist noch unklar – schon deshalb, weil der Landtag Coronakrise-bedingt aktuell auch nur in kleiner Besetzung arbeitet. Lederer, der seinen Platz plus sein Büro Ende April räumen muss, saß bislang im Bildungs- und Innenausschuss.

Welche Ideen er fürs neue alte Amt mitbringt und was für Pläne er nun hat? "So weit sind wir noch nicht. Wo und wie ich mich wieder einbringe", so Spaenle, "werden wir in der Fraktion besprechen."

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