Les Deux hat zwei Michelin-Sterne: Wir feiern seit heute Morgen

Um elf Uhr wurden (wegen Corona ohne Veranstaltung, dafür via Livestream im Internet) vom neuen Guide Michelin die heißesten Gastro-Nachrichten des Jahres aufgetischt. Das Münchner Spitzen-Lokal Les Deux hat einen zweiten Stern erhalten. Was für eine Ess-Ehre!
| Kimberly Hagen
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Als sei es vorherbestimmt gewesen: Das zweistöckige Restaurant Les Deux (=Die Zwei) in der Maffeistraße bekommt jetzt seinen zweiten Stern für seine französische Gourmet-Küche mit japanischen Einflüssen.
dpa/Peter Kneffel Als sei es vorherbestimmt gewesen: Das zweistöckige Restaurant Les Deux (=Die Zwei) in der Maffeistraße bekommt jetzt seinen zweiten Stern für seine französische Gourmet-Küche mit japanischen Einflüssen.

Während Alfons Schuhbeck seinen Michelin-Stern verloren hat, darf sich Fabrice Kieffer, der Inhaber vom Les Deux, über einen weiteren freuen. Das Restaurant in der Maffeistraße hat für seine französische Gourmet-Küche mit japanischen Einflüssen einen zweiten Michelin-Stern erhalten. 

AZ: Lieber Herr Kieffer, Glückwunsch zum zweiten Stern für Ihr Lokal Les Deux. Knallen schon die Korken?
FABRICE KIEFFER: Hallo, wir sind Franzosen! Natürlich! (lacht) Wir sind beim Feiern immer vorn dabei. Aber heute klirren nicht die Gläser, sondern die Flaschen Champagner. Wir feiern seit heute Morgen.

Haben Sie übers Internet vom neuen Stern erfahren?
Nein, wir wurden eine Stunde vorher vom Chef von Guide Michelin angerufen, damit wir uns darauf einstellen können.

Ihr erster Gedanke?
Kein Gedanke, sondern ein Gefühl. Ich war sehr emotional, überglücklich, stolz, dankbar – alles zusammen. Ach, ich habe ich mich von Herzen gefreut.

Was haben Sie im letzten Jahr besser gemacht als davor?
Wenn ich das wüsste! Im Ernst: Es ist nicht so, dass wir die letzten zwölf Monate besser gekocht haben. Alles in der Küche und in einem guten Lokal ist eine Entwicklung. Im Idealfall wird man kontinuierlich besser. Schön, wenn Küchenchef Edip Sigl und unseren 28 Mitarbeitern das gelungen ist.

Ist es nicht so, dass ein Gastronom nach dem ersten Stern automatisch den zweiten im Blick hat?
Ganz ehrlich: nein. Ich war in vielen Sternehäusern unterwegs, zuletzt lange bei Heinz Winkler, von dem ich viel gelernt habe. Aber ich weiß, was dieser Druck bedeutet. Deshalb war es mir vor acht Jahren, als ich das Les Deux eröffnet habe, wichtig, nicht mit Druck und Blick auf die Sterne zu kochen – sondern entspannt das Beste zu geben. Ich glaube, das macht einen Unterschied.

Druck haben Sie trotzdem?
Ja, klar, wir haben mittags und abends geöffnet – das heißt: zwei Mal Champions League am Tag. Wenn der FC Bayern sieben Mal gewinnt, will er auch das achte Mal gewinnen. Pausen gibt es nicht, wir haben keinen Sponsor hinter uns, sondern führen das Les Deux privat, es muss sich auch wirtschaftlich lohnen.

Wer fängt Sie auf?
Meine Frau Katrin, die mit mir das Lokal leitet. Ohne so eine tolle Frau an meiner Seite wäre ich aufgeschmissen.

Und wenn Sie mal frei haben, machen Sie Yoga?
Oh, nein! Dann mache ich gerne mit Freunden eine Champagner- oder Weinsitzung. Reden, trinken, französische Einkehr und Trennkost in einem.

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