Landshuter Allee: Wird der Tunnel noch länger?

Die Verwaltung schlägt vor, die Röhre nach Süden zu verlängern – noch unter der Arnulfstraße hindurch.
| Irene Kleber
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Stau, Verkehrslärm, Abgase: Das tägliche Bild für die Anwohner an der Landshuter Allee.
dpa Stau, Verkehrslärm, Abgase: Das tägliche Bild für die Anwohner an der Landshuter Allee.

München - Für die Anwohner ist es echter Stress. Mindestens 130.000 Fahrzeuge brausen jeden Tag vor ihrer Haustür über den Mittleren Ring an der Landshuter Allee vorbei (und in den nächsten zwölf Jahren werden es noch 30.000 mehr). Die Viertelbewohner leiden permanent am Stau, Verkehrslärm und Autoabgasen.

Trotzdem werden sie sich noch in Geduld üben müssen. Der Stadtrat hat zwar schon 2015 beschlossen, dass der Ring-Abschnitt mitten durch Neuhausen, zwischen Donnersbergerbrücke und der Kreuzung Dachauer Straße, untertunnelt werden soll. Wie die 1,4 Kilometer lange Röhre aber genau aussehen soll, bleibt für die Planer kompliziert. Auch die neuen Pläne, die das Baureferat (mit einem Jahr Verspätung) morgen im Stadtrat vorlegt, lassen große Fragen offen. Man brauche, so heißt es dort, weitere Zeit.

Die neuralgische Stelle befindet sich im südlichsten Abschnitt zwischen Arnulf- und Nymphenburger Straße, wo die Ein-/Ausfahrt in den Tunnel geplant ist. Dort würde sich mit den Tunnelrampen und zusätzlichen Straßen die Lärm- und Abgassituation für die Anwohner, Fußgänger und Radler nämlich sogar verschlechtern.

Zwei Möglichkeiten gebe es, dieses Problem zu lösen: Entweder man haust die Ein- und Auffahrtsrampen und die Auffahrt zur Donnersbergerbrücke ein.

Oder: Man verlängert den Tunnel unter der Arnulfstraße hindurch noch ein Stück nach Süden. Das freilich würde das Projekt deutlich verteuern. Die Tunnelverlängerung scheint der Verwaltung trotzdem „überprüfenswert“. Man müsse dann nämlich die marode Donnersbergerbrücke nur noch auf dem Stück sanieren, das die Bahnschienen überquert (nicht mehr auf der Überquerung über der Arnulfstraße) – damit ließen sich viele Kosten sparen.

Ansonsten schlägt das Baureferat Folgendes vor:

  • Auf die angedachten Auffahrtsrampen an der Nymphenburger- und Leonrodstraße wird verzichtet.
  • An der Oberfläche soll die verbleibende Straße nicht mittig auf dem Tunneldach geführt werden, sondern in getrennten Fahrspuren seitlich an den Häusern entlang. So entsteht ein teils 30 Meter breiter grüner Streifen. Dort ließen sich große Plätze gestalten.
  • An der Borstei soll eine 5,50 Meter hohe und 330 Meter lange Lärmschutzwand die Anwohner entlasten.

Der Sprecher der "Bürgerinitiative Pro Landshuter-Alle-Tunnel", Michael Lotterschmid, findet die Vorschläge „vielversprechend“, vermisst aber einen konkreten Zeitplan.

Ob das Baureferat entsprechend dieser Vorschläge weiter planen soll, entscheidet morgen der Stadtrat. Die Rathaus-CSU hat schon mal Zustimmung signalisiert. 

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