KVR-Pläne: An diesen Plätzen soll es ein Alkoholverbot geben

Vor allem die Viertel Isarvorstadt, Gern und Schwabing könnten vom Alkoholverbot betroffen sein. Doch man wartet noch auf den Plan der Stadt
| Irene Kleber Emily Engels
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Unter anderem hier will die Stadt das Alkoholverbot im Fall der Fälle durchsetzen: Der Wedekindplatz.
Unter anderem hier will die Stadt das Alkoholverbot im Fall der Fälle durchsetzen: Der Wedekindplatz. © Daniel von Loeper

München - Diesmal nur keinen Fehler mehr machen, der gerichtlich angreifbar wäre. "Vier bis zehn" konkrete Münchner Partyplätze will das Kreisverwaltungsreferat (KVR) in die nächste Version einer Allgemeinverfügung fürs Corona-bedingte nächtliche Alkoholverbot schreiben – nachdem die erste, stadtweite Version vom Verwaltungsgerichtshof gekippt wurde.

Am Donnerstag  tüftelten die KVR-Experten zusammen mit der Polizei darüber, mit welchen Zahlen zu Verstößen gegen die Hygieneregeln sich Verbote an welchen Plätzen rechtfertigen ließen.

Mehrere "Verbotszonen" im Gespräch

Nach AZ-Informationen sind als Orte der Gärtner-, Wedekind- und Baldeplatz im Gespräch, außerdem die Isarauen zwischen Reichenbach- und Marienklausenbrücke, auch die Gerner Brücke ist wohl in der Diskussion.

Wie beurteilen die Chefs der betroffenen Stadtviertelgremien die Orte, die möglicherweise ein nächtliches Alkoholverbot bekommen könnten, wenn die Infektionszahlen wieder steigen?

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OB Reiter hofft, keine Verfügung mehr erlassen zu müssen

Für Gärtner- und Baldeplatz ist Benoît Blaser zuständig, der grüne Chef des Bezirksausschusses (BA) Ludwigs/-Isarvorstadt. "Im BA hatten wir versucht, das Alkoholverbot zu vermeiden", sagt er. Doch auch der Kommunale Außendienst (KAD), den man eingeschaltet hatte, bekam das Problem am Gärtnerplatz nicht in den Griff. Mittlerweile verstehe auch er, dass es eine mögliche Maßnahme wäre, hofft aber auch, dass ein Verbot nicht dazu führt, dass die Partys in Privaträumen weitergehen, "mit noch höherem Ansteckungsrisiko".

Auch Lars Mentrup (SPD), Vize im BA Schwabing-Freimann, hält ein nächtliches Alkoholverbot am Wedekindplatz für eine sinnvolle Schutzmaßnahme. "Im Sommer saßen die Leute dort teils schon sehr eng und dicht zusammen", beschreibt er. Und: "Nach 23 Uhr draußen keinen Alkohol mehr trinken zu dürfen, sehe ich nicht als die allergrößte Einschränkung."

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OB Dieter Reiter (SPD) hatte zuletzt darauf gehofft, am Ende überhaupt keine Verfügung erlassen zu müssen. Weil bald der Sommer vorbei ist. Und wegen der aktuell sinkenden Inzidenzzahl. Am Donnerstag lag die Zahl, die die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner berechnet, nur noch bei 31,87.

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