Kurz vor der WM: Hier soll auf einmal ein Public Viewing in München entstehen

Die SPD-Stadtratsfraktion setzt sich für ein Public Viewing bei der Fußball-Weltmeisterschaft ein. Die Veranstaltung soll den Geldbeutel der Fans schonen. Die kurzfristige Idee stößt nicht überall auf Gegenliebe.
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Bereits zur Fußball-EM2024 gab es eine Fan Zone im Olympiapark. Aus den damaligen Erfahrungen könne die Stadtverwaltung schöpfen und das Konzept an die diesjährigen Bedingungen anpassen, findet die SPD im Stadtrat.
Bereits zur Fußball-EM2024 gab es eine Fan Zone im Olympiapark. Aus den damaligen Erfahrungen könne die Stadtverwaltung schöpfen und das Konzept an die diesjährigen Bedingungen anpassen, findet die SPD im Stadtrat. © imago images/Michael Bihlmayer

Ab 11. Juni geht in den USA, in Mexiko und in Kanada die Fußball-Weltmeisterschaft über die Bühne. Die SPD im Münchner Stadtrat wünscht sich dazu ein Public Viewing im Olympiapark. Was sich die Fraktion in ihrem Antrag vorstellt, was die Veranstalter vom parallel stattfindenden "Kino am Olympiasee" sagen.

"Ein konsumfreies Event": Münchner SPD wünscht sich Public Viewing zur WM

"Die Stadtverwaltung und die Olympiapark München GmbH werden aufgefordert, zur Fußballweltmeisterschaft der Herren 2026 erneut ein großes, öffentlich zugängliches Public Viewing am Hans-Jochen-Vogel-Platz zu ermöglichen", heißt es in der Eingabe.

Wichtig ist der SPD dabei, dass "ein konsumfreies Event" organisiert wird, das die Fußballübertragung in Gaststätten sinnvoll ergänzt: "Das Public Viewing soll dabei bewusst niederschwellig, familienfreundlich und ohne Konsumzwang gestaltet werden. Dazu gehören ausreichend Trinkbrunnen sowie kostenlose Wasserangebote. Zudem soll das Mitbringen eigener Getränke und Snacks ausdrücklich erlaubt sein.

Sicherheitskonzepte der Fan Zone sollen weiterentwickelt werden

Die SPD stellt sich vor, dass regionale Unternehmen, Sportverbände und Gastronomiebetriebe eingebunden werden, um so die lokale Wirtschaft zu stärken und den Charakter eines öffentlichen, städtischen Gemeinschaftserlebnisses zu bewahren.

Außerdem sollen die bewährten Sicherheitskonzepte während der Fan Zone bei der EM 2024 im Olympiapark übernommen und weiterentwickelt werden –mit dem Ziel, "eine sichere, friedliche und angenehme Atmosphäre" für alle Besucher zu schaffen.  

"Frei zugängliche Möglichkeit zum Mitfiebern schaffen"

"Das Public Viewing bei der EM hat gezeigt, wie viel Zusammenhalt, Begeisterung und positive Stimmung in unserer Stadt entstehen kann", wird Arda Celik, SPD-Stadtrat im Sportausschuss, in der Mitteilung zitiert: "Wir möchten auch dieses Mal eine für alle Münchnerinnen und Münchner frei zugängliche Möglichkeit zum Mitfiebern schaffen – mit einer Atmosphäre, die die Menschen zusammenbringt."

"Kino am Olympiasee" bietet Public Viewing zur WM an und äußert sich nicht zum SPD-Vorstoß 

Bei den Organisatoren des in unmittelbarer Nähe stattfindenden Open-Air-Events "Kino am Olympiasee" betrachten die Idee mit großer Skepsis. "Wir machen unsere Arbeit und werden uns ansonsten nicht weiter zu den Vorschlägen äußern", sagte Veranstalter Patrick Diesing der AZ.

Auf der Website vom "Kino am Olympiasee" wird für den 14. Juni (ab 19 Uhr) zum WM-Vorrundenspiel Deutschland gegen Curacao ein sogenanntes "Premium Public Viewing" angeboten. Auch das Duell des DFB-Teams mit der Vertretung der Elfenbeinküste (20. Juni, 22 Uhr) und die Begegnung mit Ecuador (25. Juni, 22 Uhr) sind im Programm angekündigt. Die Tickets kosten demnach zwischen 9,90 Euro (Picknick-Kino) und 17,90 Euro (Olympia Lounge, überdacht)     

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Durch die Schaffung von Public-Viewing-Zonen ohne Konsumzwang und mit einem durchdachten Sicherheitskonzept könne München erneut zeigen, dass die Stadt Vorreiterin bei der Organisation inklusiver und nachhaltiger Großveranstaltungen sei, argumentiert die SPD. In den fünf größten Städten Bayerns soll es 2026 eigentlich keine offiziell organisierten Public Viewings geben. Die späten Anstoßzeiten des Turniers in den USA sind dabei nicht der einzige Grund für den Verzicht.

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  • Sani Bonani vor 31 Minuten / Bewertung:

    Hat man keine Bedenken wegen zuvieler schwarz/rot/gelber Fahnen?

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