Kurier vor Gericht: Mit fast 30 Kilo Marihuana gehandelt?

Prozess: 38-Jähriger soll per Kurier Stoff nach München geschickt haben.
| AZ/jot
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Der Verteidiger glaubt, dass sein Mandant lediglich als eine Art "Gewährsmann" zwischen Verkäufer und Empfänger bei den Deals fungierte.
Arne Dedert/dpa Der Verteidiger glaubt, dass sein Mandant lediglich als eine Art "Gewährsmann" zwischen Verkäufer und Empfänger bei den Deals fungierte.

Prozessbeginn in München: Ein 38-Jähriger soll per Kurier Stoff nach München geschickt haben.

München - Es geht um eine Menge Stoff – 28,34 Kilo, um genau zu sein. Ahmet D. (38, Name geändert) soll in München als Zwischenverkäufer einen schwunghaften Handel mit dem Marihuana betrieben haben.

Die Staatsanwaltschaft hat drei Fälle ermittelt, in denen der 38-Jährige große Mengen an zwei Männer in München verkauft haben soll. Im ersten Fall waren es mindestens zehn Kilo, die er im März 2017 nach München verkaufte. Der Kurier, der die Ware brachte, soll laut Anklage 10.000 Euro für seine Dienste kassiert haben.

Zwei der Händler gingen der Polizei ins Netz

Zwei Monate später wurde die zweite Fuhre, diesmal nach Haar, geliefert. Auch in diesem Fall sollen es mindestens zehn Kilo gewesen sein, die im Auftrag von Ahmet D. nach Deutschland transportiert wurden. Bei der Transferierung seines Anteils gab es unvorhergesehene Schwierigkeiten.

Der Empfänger des Marihuana überwies 4.500 Euro für die Marihuana-Lieferung. Bei dem Versuch, weitere 8.240 Euro an Ahmet D. zu überweisen, streikte Western Union. Der Grund: Das Überweisungslimit war überschritten. Im Oktober 2017 habe Ahmet D. dann trotzdem erneut Marihuana geliefert. Mindestens 8,34 Kilo, sagen die Ermittler. Zielort war diesmal Aschheim.

Beim Versuch, 478 Gramm davon zu verkaufen, gingen zwei der Händler der Polizei ins Netz. Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung eines Komplizen fanden sich weitere 7,8 Kilo. Doch Verteidiger Matthias Trepesch glaubt, dass sein Mandant lediglich als eine Art "Gewährsmann" zwischen Verkäufer und Empfänger bei den Deals fungierte. Und hofft deshalb auf eine mildere Strafe.

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