Kräftige Schlucke, deftige Worte

Wenn Bruder Barnabas auf dem Nockherberg kräftig austeilt, lautet die Devise: Immer schön mitlachen! Auch Michael Lerchenberg hat in seiner ersten Fastenpredigt nicht mit derben Anspielungen und Seitenhieben gespart. Die stärksten Sprüche:
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Hatten viel runterzuschlucken - Politiker auf dem Nockherberg
Ronald Zimmermann Hatten viel runterzuschlucken - Politiker auf dem Nockherberg

Wenn Bruder Barnabas auf dem Nockherberg kräftig austeilt, lautet die Devise: Immer schön mitlachen! Auch Michael Lerchenberg hat in seiner ersten Fastenpredigt nicht mit derben Anspielungen und Seitenhieben gespart. Die stärksten Sprüche:

„Wenn's Pech haben, Herr Huber, dann entscheiden sich viele Menschen für den Sozialismus, weil von ihrer Freiheit können's nämlich nicht runterbeißen, heizen oder volltanken. Denn Freiheit heißt Freiheit für alle! Nicht nur für Videoüberwacher, Verfassungsschützer und Internetspitzel! Freiheit nicht nur für Energiekonzerne, Börsenspekulanten, Steuerhinterzieher und Lohndrücker!“
(Lerchenberg zu dem Motto „Freiheit statt Sozialismus“, das CSU-Chef Erwin Huber Anfang Februar für den Bundestagswahlkampf vorgeschlagen hatte.)

„Ein evangelischer Franke in der Königsloge vom Nockherberg!“
(Anspielung auf den ersten Starkbieranstich von Günther Beckstein (CSU) als Ministerpräsident.)

Braune Druckstellen

„Wenn rechts von der CSU nichts sein darf. Dann kriegt man leicht braune Druckstellen, so wie die Buberlgruppe von der Marianischen Männerfraktion von der Regensburger CSU.“
(Zur Schlammschlacht in der Regensburger CSU, bei der einigen Parteimitgliedern eine rechte Gesinnung vorgeworfen wurde.)

„Aber Herr Beck, Sie als g'standenes Mannsbild haben es ja auch nicht einfach, wenn mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel plötzlich eine Dame führt und den Takt angibt. Das glatte Berliner Parkett ist halt kein pfälzischer Tanzboden. Der Koalitions-Tango geht so: Mitte Links, zwo Rechts vier, Mitte Links zwo Rechts vier... Und er hofft halt, der Kurt Beck, dass es die geschmeidige Berliner Primaballerina beim Spagat von links nach rechts sauber in der Mitte auseinanderreißt.“
(Lerchenberg über das Auf und Ab in der schwarz-roten Koalition der Bundesregierung.)

Lieber einen pfundigen Westfalen als einen Regensburger Chorknaben

„Grüß Gott, Herr Erzbischof, schön, dass sie es worden sind. Lieber einen pfundigen Westfalen als so einen Regensburger Chorknaben.“
(Zu alten Gerüchten, wonach der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller Chancen auf das Amt des Münchner Erzbischofs hatte, das nun der gebürtige Westfale Reinhard Marx übernommen hat.)

„Man kann nicht wegen jedem Euro mehr für einen Hartz-IV- Empfänger, der sich sein Heizöl nicht mehr leisten kann, einen Eiertanz aufführen, aber sich selber die Taschen vollstopfen!“
(Zur Erhöhung der Diäten für Bundestagsabgeordnete zum Jahresende.)

Runter-emanzipiert zum Barbiepupperl

„Wenn man früher richtige Millionenbeträge verspielen wollte, dann hat man heimlich ins Hinterzimmer von einer schummrigen Bahnhofsbar gehen müssen. Heut' gehst in den fünften Stock von der Landesbank!“
(Zu den milliardenschweren Belastungen der BayernLB im Zuge der weltweiten Kreditkrise.)

„Sie sind nicht naufmarschiert in die Kampfabteilung der Partei, sondern runter-emanzipiert worden zum Barbiepupperl der CSU. Aber wenigstens lachen sie immer so nett.“
(Zur neuen CSU- Generalsekretärin Christine Haderthauer.)

„In Bayern, wenn einer was werden will und immer auf der sicheren Seite des Lebens stehen will, dann geht er zur CSU und is Bayern-Fan. Da ist man vor allen unliebsamen Überraschungen gefeit. Man verliert höchstens mal ein Lokalderby oder eine Kommunalwahl. Ist man aber leidensfähig und hat Lust auf emotionale Abenteuer, dann geht man zur SPD oder ist 1860er-Fan.“
(Zur jahrzehntelangen Alleinregierung der CSU im Freistaat und zum deutschen Fußballrekordmeister FC Bayern.)

Berliner Landesgruppe in Nagelschuhen

„In der Praxis wäre schwarzgrüne Politik kein Problem: Die Unions- Minister sitzen weiterhin in ihren Dienstlimousinen und Bonzenschleudern, fahren aber nicht, sondern die Grünen schieben. Deshalb sind sie auch für Tempo 30.“
(Zum Gedankenspiel einer schwarz-grünen Regierung nach den Bürgerschaftswahlen in Hamburg am kommenden Sonntag.)

„Die christlich-soziale Landesgruppe in Berlin in ihren Nagelschuhen wäre halt auch gern „The King of Rock'n'Roll, aber statt am g'scheiten Überschlag g'langts höchstens noch zu am niederbayerisch- fränkischen Debütanten-Landler.“
(Zum Einfluss der CSU-Landesgruppe in der Bundespolitik.)

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