Konzertsaal: Minister hält an Neubau fest

Kunstminister Wolfgang Heubisch will weiterhin die Machbarkeitsstudie für den Kongresssaal im Deutschen Museum.
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Der alte Kongresssaalbau des Deutschen Museums: Ob hier jemals Konzerte stattfinden werden, ist mehr als fraglich.
Martha Schlüter Der alte Kongresssaalbau des Deutschen Museums: Ob hier jemals Konzerte stattfinden werden, ist mehr als fraglich.

MÜNCHEN - Nach dem herben Rückschlag für den neuen Münchner Musiksaal greift jetzt Kunstminister Wolfgang Heubisch in die hitzige Debatte ein. Heubisch will trotz des Gegenwindes an der geplanten Machbarkeitsstudie für einen neuen Saal auf der Museumsinsel festhalten, wie eine Ministeriumssprecherin gestern sagte. Schließlich stehe der Verwaltungsrat des Museums dem Vorhaben positiv gegenüber.

Wie berichtet, hat das Kuratorium des Deutschen Museums den Plänen für eine neue Konzerthalle im alten Kongresssaal des Museums eine Absage erteilt. Demnach befürchten die Museumsfreunde eine Interessenskollision zwischen der geplanten und fast 400 Millionen teuren Weiterentwicklung des Museums und den musikalischen Plänen. Den Kongresssaal, so das Kuratorium, braucht das Museum selbst.

Der Verwaltungsrat ist dagegen für den Musiksaal. „Wir hoffen, dass sich unsere Gremien schnell einigen“, sagte ein Museumssprecher. Seit Jahren wird in München über einen neuen Musiksaal diskutiert, der vor allem dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks ein Zuhause geben soll. Eine von Heubisch eingesetzte Arbeitsgruppe erarbeitete 2011 Standortvorschläge – neben der Museumsinsel kam auch noch der Finanzgarten infrage. Heubisch will sich weiter für den Kongresssaal einsetzen. „Der Minister wird weiter versuchen, Überzeugungsarbeit zu leisten“, sagte eine Sprecherin.

 

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