Kampf gegen Genital-Verstümmelung: Fadumo Korn mit München-Medaille ausgezeichnet

Ehrenamtlich engagiert sich Fadumo Korn gegen die brutale Verstümmelung von weiblichen Genitalien. Dafür wurde sie jetzt mit der Medaille "München leuchtet" ausgezeichnet.
| Rosemarie Vielreicher
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Fadumo Korn.
Fadumo Korn. © Walter Korn

München - Müsste man Fadumo Korn (57) kurz und knapp beschreiben, wohl am besten so: eine Löwin mit Herz.

Löwin, weil sie unermüdlich kämpft, gegen alle Widerstände, auf allen Ebenen, bis nach ganz oben. Und mit Herz, weil sie in jedes Gespräch, in jede Zeile so viel Empathie und Zugewandtheit packt.

Fadumo Korn kämpft gegen Verstümmelung weiblicher Genitalien

Ihr großer Kampf: gegen weibliche Genitalverstümmelung. Seelisch wie körperlich: ein Graus. Ihr Verein "Nala - Bildung statt Beschneidung" will, dass dieses Ritual endlich aufhört. Und dass Betroffene, auch in Deutschland, Unterstützung bekommen.

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Für dieses Engagement ist Korn gestern von Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) mit der Medaille "München leuchtet" ausgezeichnet worden. "Es ist die vierte Auszeichnung, die ich bekomme, die zweite von meiner Heimatstadt München", sagt Korn stolz zur AZ.

"Das ist eine Menschenrechtsverletzung,"

Sie weiß natürlich: "Das Thema ist nicht sehr beliebt, aber es ist wichtig, immer am Ball zu bleiben, weil es dafür keine Lobby gibt." Tausende Mädchen würden jeden Tag in mehr als 70 Ländern der Welt immer noch verstümmelt. "Das ist eine Menschenrechtsverletzung, die man nicht ignorieren sollte." Auch ihr selbst ist das als kleines Mädchen in Somalia widerfahren, wie sie der AZ einmal im Interview erzählte. Ihren Löwenmut hat ihr das aber nicht nehmen können.

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