Isar-Schlägerei nach Flaschenwurf: Bewährungsstrafe für 27-Jährigen

Das Amtsgericht München hat einen 27-Jährigen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, weil er sich im vergangenen Sommer mit einem 30 Jahre alten Mann geprügelt hat. Auslöser der Schlägerei war eine Bierflasche, die der Verurteilte auf eine Gruppe am Isarufer geworfen hatte.
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Die Thalkirchner Brücke ist häufig überlastet - aktuell ist sie gesperrt.
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München - Ein 27-jähriger Mann aus München wurde im April vom Amtsgericht München wegen vollendeter gefährlicher, sowie einfacher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von einem Jahr und elf Monaten auf Bewährung verurteilt. Dem Geschädigten muss er für die nächsten drei Jahre monatlich 100 Euro zahlen.

Die Tat ereignete sich am 11. August des vergangenen Jahres, an einem warmen Sommerabend in München. Der Verurteilte hatte seine leere Bierflasche von der Thalkirchner Brücke auf eine Personengruppe geworfen, die am Isarufer Geburtstag gefeiert hat. Dem Gericht zufolge verfehlte die Flasche das Geburtstagkind nur um wenige Zentimeter.

Schlägerei: Opfer bricht sich Kniescheibe

Doch statt einer Entschuldigung folgten Provokation vom 27-Jährigen. Er beugte sich über das Geländer und rief "Ich war's, kommt doch her" zur Gruppe hinunter. Nur der spätere Geschädigte, ein 30-Jähriger, folgte der Aufforderung und kam nach oben. Der Verurteilte sowie seine zwei Begleiter prügelten den Mann zu Boden und traten ihm anschließend mehrmals gegen den Kopf. Dem Gericht zufolge trug der 30-Jährige schwere Verletzungen davon: So brach er sich unter anderem die Kniescheibe – zwei Mal wurde er schon operiert, eine weitere OP steht noch aus.

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Die Thalkirchner Brücke ist häufig überlastet - aktuell ist sie gesperrt. © AZ

Flaschenwerfer hatte 1,7 Promille

Bei der Vernehmung räumte der Angeklagte ein, dass er zuerst zugeschlagen hat. "Ich trank Bier und Wodka in unbekannter Menge – es war schon einiges ab 15 Uhr oder 16 Uhr. Es war dumm von mir als ich die Flasche in die Isar werfen wollte. Durch den Alkoholeinfluss traf ich nicht." Später stellte sich heraus, dass er 1,7 Promille hatte. "Ich regte mich schon vor diesem Vorfall über den Müll an der Isar auf. Für den Flaschenwurf entschuldige ich mich auch - es war nur dumm von mir", so der Verurteilte weiter.

Der 27-Jährige ist bereits polizeibekannt – im Herbst 2015 hatte er einem 14-Jährigen Marihuana verkauft, weshalb er bereits unter offener Bewährung stand. Weil der Verurteilte bislang noch nie wegen Aggressiondelikten in Erscheinung getreten war, setzte das Gericht die Strafe abermals zur Bewährung aus. Daneben hat das Gericht das umfassende Geständnis des Angeklagten berücksichtigt.

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