Internet-Petition für Verbleib von Heimers Wiesnzelt

Die Entenbraterei Heimer soll dieses Jahr von der Wiesn fliegen - und so Platz machen für die Hühnerbraterei Poschner, die letztes Jahr vom Oktoberfest weichen musste. Doch im Internet regt sich großer Protest gegen die Entscheidung.
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Die Entenbraterei Heimer muss wohl heuer ihren Platz auf der Wiesn räumen. Dagegen wehren sich die Bedienungen.
imago Die Entenbraterei Heimer muss wohl heuer ihren Platz auf der Wiesn räumen. Dagegen wehren sich die Bedienungen.

München - Es ist jedes Jahr das gleiche Spiel: Im Wirtschaftsausschuss der Stadt wird darüber entschieden, wer einen der begehrten Standplätze auf der Wiesn bekommt. Anhand eines Punktesystems bewertet die Stadt die Eignung aller Bewerber.

Und dieses Jahr trifft es allem Anschein nach die Entenbraterei Heimer, sie soll ihren Platz verlieren. Denn zurückkehren wird wohl die Hühnerbraterei Poschner, die letztes Jahr sang- und klanglos von der Wiesn flog. Beides sind Traditionsbetriebe, doch für beide Zelte scheint kein Platz zu sein.

Bedienungen kämpfen um ihr Zelt

Dass sich aber den Rausschmiss vor allem die Bedienungen des Zeltes nicht gefallen lassen, zeigt sich in einer Petition, die auf der Plattform change.org schleunigst ins Leben gerufen wurde. Dort heißt es: "Wir Heimer-Bedienungen und unsere Stammgäste sind entsetzt.[...] Die Heimer Entenbraterei ist das Heim für den Münchner Mittelstand, ältere Gäste und Familien. Ja, wir sind ein bisschen „old school“. [...]Mit einem Aus für die Entenbraterei Heimer entsorgen Sie nämlich nicht nur ein Traditions-Zelt, sondern auch gleich 16 Bedienungs-Originale – mit bis zu 44 Jahren Wiesn-Erfahrung!"

Bis Dienstagfrüh, sechs Uhr, hatten die Organisatoren bereits 1142 Unterschriften beisammen, die sich für den Erhalt des Zeltes aussprechen. Somit fehlten noch gut 300 Stimmen, um das Ziel von 1500 Unterstützern zu erreichen.

Lesen Sie auch: Wiesnplakat: Münchner ans Zeichenbrett

Die Petition soll an Bürgermeister Dieter Reiter und seinen Stellvertreter und Wiesn-Chef, Josef Schmid, gehen. Doch viel Zeit bleibt nicht mehr: bereits in ihrer heutigen Sitzung wollen die Stadträte im Wirtschaftsausschuss über die Berwerbungen entscheiden - und dann wahrscheinlich das Aus für Heimers Entenbraterei beschließen.

 

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