Insider zur AZ: Das ist kein Rockerkrieg

Die Polizei hat drei Männer identifiziert, die an dem Überfall auf Rocker am Nordfriedhof beteiligt gewesen sein sollen. Drei Verletzte wurden aus Kliniken entlassen.
| Ralph Hub
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Polizisten sichern den Tatort in der Nähe des Nordfriedhofs.
Matthias Balk/dpa Polizisten sichern den Tatort in der Nähe des Nordfriedhofs.

München - Die Polizei hat fünf Wohnungen im Stadtgebiet durchsucht. Dabei sei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden, teilte das Präsidium am Freitag mit.

Inzwischen konzentrieren sich die Ermittlungen des Dezernats für Organisierte Kriminalität auf fünf Männer aus der Rockerszene, mutmaßlich Mitglieder der Hells Angels.

Drei von ihnen hat die Polizei eindeutig identifiziert, "nach ihnen wird mit Hochdruck gefahndet", sagt Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins.

Insider: "Das ist kein Rockerkrieg"

Die drei bei dem Angriff am Mittwochnachmittag in der Ungererstraße verletzten Rocker werden nicht mehr im Krankenhaus behandelt. Einen haben die Ärzte entlassen. Die anderen beiden Männer verließen die Klinik auf eigenen Wunsch und eigene Verantwortung.

Zwischen Hells Angels und einem der Opfer, Erdinc C. (45), schwelt seit Jahren eine Fehde, die am Mittwoch in der Nähe des Nordfriedhofs einen neuen Höhepunkt fand (AZ berichtete). "Das ist kein Rockerkrieg und es geht auch nicht um die Black Jackets", verriet gestern ein Insider der AZ.

Zwei Mitglieder der Hells Angels sollen am Mittwoch zunächst Erdinc C. angegriffen haben. Zwei Freunde seien ihm zu Hilfe gekommen. Im selben Moment tauchten Unterstützer der Angreifer in einem schwarzen Mercedes Vito auf. Gemeinsam gingen sie nochmals auf Erdinc C. und seine Begleiter los. Der 45-Jährige aus dem Landkreis München erlitt Schnittwunden am Rücken.

Fahndung nach drei Verdächtigen

Weiterhin ist unklar, ob die Angreifer die Absicht hatten, den 45-Jährigen zu töten, oder ob sie ihm lediglich einen Denkzettel verpassen sollten.

Die Polizei nahm am Mittwoch zunächst fünf Verdächtige fest. Vier wurden nach wenigen Stunden wieder auf freien Fuß gesetzt, der fünfte Mann ist inzwischen auch wieder frei.

Der Verdacht richtet sich gegen drei Männer. "Sie gelten als dringend tatverdächtig", so die Polizei. Nach ihnen wird inzwischen bundesweit gefahndet, auch die Bundespolizei an den Grenzübergängen ist informiert. Die Ermittler gehen davon aus, dass an dem Überfall mindestens fünf Rocker beteiligt waren.

Lesen Sie auch: Fehde im Rockermilieu - Münchner Polizei durchsucht fünf Wohnungen

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