In ist, wer drin ist - im Bauernhaus

Wie Wiesn-Wirt und Feinkost-König Michael Käfer zu seinem Festzelt der etwas anderen Art kam, in dem TV-Stars, Politiker und Sportler feiern, Fürsten, Könige und selbst ein Kaiser.
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Sie fiebern dem Oktoberfest schon entgegen: Michael und Clarissa Käfer vor ihrer „Wies’n-Schänke“, einem alten Bauernhaus.
Ronald Zimmermann Sie fiebern dem Oktoberfest schon entgegen: Michael und Clarissa Käfer vor ihrer „Wies’n-Schänke“, einem alten Bauernhaus.

Wie Wiesn-Wirt und Feinkost-König Michael Käfer zu seinem Festzelt der etwas anderen Art kam, in dem TV-Stars, Politiker und Sportler feiern, Fürsten, Könige und selbst ein Kaiser.

Michael und Clarissa Käfer gehen Hand in Hand gemächlichen Schrittes durch ihre Wiesn-Schänke. Allerorts wird noch fleissig gehämmert, gebohrt und geschraubt, und die Festwirte strahlen. "Die Wiesn ist einfach das Grösste", sagt Michael Käfer: "Es ist so wunderbar, jedes Jahr wieder dabei sein zu dürfen" - mit einem Oktoberfestzelt der etwas anderen Art: mit einem schönen alten Chiemgauer Bauernhaus, das originalgetreu Jahr für Jahr unterhalb der Bavaria aus fast 180 000 Einzelteilen aufgebaut wird.

Geradezu andächtig betrachtet Festwirt Michael Käfer die prächtige Lüftlmalerei, Bundwerke, handbehauene Balken, naturbelassene Holzvertäfelungen, Ochsenjoch-Lampen . . . "Ich bin einfach immer wieder begeistert", sagt er, während er über eines der rund 250 Jahre alten Ballustergeländer streicht: "Das ist alles authentisch, gewachsen, stilecht. Wenn wir unser Haus erweitert oder verschönert haben, passierte das nur mit echten alten Materialien."

Diese spürt während des gesamten Jahres Schreinermeister Karl Rauffer auf, der zusammen mit Michael und Clarissa Käfer sowie Geschäftsführerin Susanne Geimann massgeblich für den Aufbau der "Käfer Wies'n-Schänke" zuständig ist. "Heuer haben wir im Erdgeschoss der Wiesn-Schänke eine original alte Bauernstube eingebaut", sagt Rauffer und widmet sich wieder den Fenstern des Hauses, die noch mit Holznägeln versehen sind.

Zum ersten Mal liess Michael Käfers Vater, Feinkost-König Gerd Käfer, das (noch kleine) Bauernhaus 1971 auf der Theresienwiese aufbauen, direkt beim Schottenhamelzelt. Zwei Jahre später zog das Holzhaus dann an seinen jetzigen Platz, wo es wegen immer steigender Beliebtheit ständig vergrössert werden musste. Schliesslich gilt: In ist, wer drin ist - in der Käfer-Schänke. Ob TV-Star, Politiker, Sportler oder Adel.

Michael Käfer ist bereits seit über 30 Jahren auf der Wiesn tatkräftig dabei. Seit inzwischen 15 Jahren führt er die erklärte Lieblings-Wiesn-Einkehr der Promis, in der sich's gut feiern, ausgiebig flirten und schlemmen lässt, in Alleinregie. Dass er mit den meisten seiner prominenten Gäste längst per Du ist, versteht sich von selbst.

Im Grunde waren sie alle schon im schmucken Bauernhaus: Andre Agassi und Steffi Graf, Michael Schumacher, Claudia Schiffer, Mario Adorf, Altkanzler Gerhard Schröder, Hollywood-Regisseur Roland Emmerich, (mehrfach) Fürst Albert von Monaco und - Michael Käfers Augen leuchten: "Das schwedische Königspaar, König Carl Gustaf und Königin Silvia, war zur Jahrtausendwende auch bei uns zu Gast. Das vergesse ich nie! Mit Franz Beckenbauer hatten wir ja schon öfter einen ,Kaiser' zu Gast, aber ein richtiges Königspaar, das bei uns Hendl isst - das ist schon etwas ganz Besonderes."

Und wieder ist Michael Käfer ins Schwärmen geraten. Wie so oft, wenn das Wort "Wiesn" fällt. "Es macht mich einfach stolz und glücklich, ein Teil dieses weltweit ein-maligen Festes zu sein", sagt er, und drückt einmal mehr liebevoll seine Frau Clarissa an sich: "Mit Dir als Wiesn-Wirtin in unserem schönen Bauernhaus ist es noch doppelt so schön."

Alle Infos rund ums Zelt

Größe: 1150 Plätze in der Käfer-Schänke, weitere 1900 Plätze draußen im Garten.

Spezialität: „Käfer- Ente", Kapaun und feine Süßspeisen von Kaiserschmarrn bis zu Heidelbeerauflauf. Kaffee gibt’s in den längst berühmten Haferln, die alljährlich von Künstlerhand neu gestaltet werden – längst begehrte Sammlerobjekte.

Publikum: Viele Münchner (fesch in Tracht, versteht sich) und mit Abstand die größte Promi-Dichte auf der gesamten Wiesn.

Annette Baronikians

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