Hoch hinaus und genau hingeschaut
Wer über die Theresienwiese geht, sah sie in diesem Jahr inzwischen an vielen Stellen: die blau-weißen Siegel "Geprüfte Qualität – Bayern“ und das "Bayerische Bio-Siegel" – auf Speisekarten, an Hendlbratereien, an Brezn- und Wurstständen. Seit Jahren sind die beiden staatlichen Qualitätsprogramme auf dem Oktoberfest etabliert. 2026 waren es rund 30 Stände und Festzelte, die Produkte aus einem oder beiden Programmen anboten – nach einem stetigen Zuwachs über die letzten Jahre der bisher höchste Stand. Was die Siegel gemeinsam haben: Sie versprechen nichts, was nicht vorher jemand geprüft hat.

Geprüft, bevor es auf den Grill kommt
Im Paulaner Festzelt gehört das GQB-Hendl fest auf die Karte.
Hier ist Regionalität die Nummer eins,
"Wir arbeiten mit sehr vielen regionalen Erzeugern zusammen – einer allein kann das nicht stemmen.“ Die Hendl wachsen länger auf, bis sie geschlachtet werden, und bekommen Futter aus Bayern. Und genau das bleibt keine Behauptung: Aufzucht, Fütterung, Verarbeitung – jeder Schritt wird nach festen Kriterien kontrolliert, die über den gesetzlichen Standard hinausgehen.

Bio mit Kontrolle auf jeder Stufe
Ein paar Schritte weiter, in der Ammer Hühner- und Entenbraterei, kommt das Hendl von der Biometzgerei Pichler aus Geretsried. "Das Bayerische Bio-Hendl macht besonders, dass von der Aufzucht bis zur Schlachtung alle Schritte in Bayern liegen – genauer gesagt 50 km rund um Geretsried“, sagt Marco Pichler. Kurze Wege sind das eine. Das andere sind Bio-Kriterien, die über die EU-Öko-Verordnung hinausgehen und auf jeder Stufe überprüft werden.
Zwei Siegel, ein Anspruch: staatlich geprüft und kontrolliert
- Geprüfte Qualität – Bayern (GQB) steht für Lebensmittel aus Bayern mit Qualitätsanforderungen über dem gesetzlichen Standard. Eine dreistufige, unabhängige Kontrolle stellt sicher, dass die Kriterien eingehalten werden.
- Das Bayerische Bio-Siegel (BBS) kennzeichnet Bio-Produkte aus Bayern, deren Kriterien über die EU-Öko-Verordnung hinausgehen und ebenfalls unabhängig überprüft werden.
Beide Programme werden vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus getragen.
Weitere Informationen: www.gq-bayern.de und www.biosiegel.bayern

Was auf der Wiesn gilt, gilt im Alltag
Für Besucherinnen und Besucher sind die Siegel eine einfache Orientierung zwischen Bierbank und Riesenrad. Und sie funktionieren genauso im Supermarkt, beim Metzger oder auf dem Wochenmarkt: Wer auf "Geprüfte Qualität – Bayern“ oder das "Bayerische Bio-Siegel" achtet, bekommt Lebensmittel, bei denen nicht nur die Herkunft stimmt, sondern auch die Qualität kontrolliert wurde. Da hat schon wer hingeschaut – auf der Wiesn und das ganze Jahr.
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