Herrenloser Koks-Koffer: Wem gehören die 22 Kilo Kokain?

Am Flughafen bleibt ein herrenloser Koffer liegen. Im Inneren: Koks für mehrere Millionen. Der Besitzer meldet sich nicht - kein Wunder.
| Ralph Hub
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Der geöffnete Koffer, vollgestopft mit 22 Kilo Kokain.
Zollamt München 3 Der geöffnete Koffer, vollgestopft mit 22 Kilo Kokain.
Eines der Kokain-Päckchen.
Zollamt München 3 Eines der Kokain-Päckchen.
Die Röntgenaufnahme des Koffers.
Zollamt München 3 Die Röntgenaufnahme des Koffers.

München - Koffer bleiben am Münchner Airport immer wieder mal liegen. Doch dieses graubraune Exemplar löste Ende September doch gewaltigen Wirbel aus. Der Koffer enthielt 22 Kilo Kokain im Straßenverkaufswert von mehreren Millionen Euro, wie der Zoll am Mittwoch mitteilte.

Koks-Koffer am Flughafen aufgetaucht

Beschäftigte der Gepäckermittlung fanden mit Klebeband umwickelte Pakete und Platten. Die Mitarbeiter verständigten den Zoll am Flughafen. Der ließ den Koffer durchs Röntgengerät laufen. Die Aufnahme ließ erahnen, dass die Päckchen Drogen enthalten könnten. Als die Beamten sie öffneten, stießen sie auf insgesamt 22 Kilogramm Kokain.

Eines der Kokain-Päckchen.
Eines der Kokain-Päckchen. © Zollamt München
Die Röntgenaufnahme des Koffers.
Die Röntgenaufnahme des Koffers. © Zollamt München

Kleidung, Toilettenartikel oder einen Hinweis auf den Besitzer enthielt der Koffer nicht. Die Plattenform des sichergestellten Kokains spricht dafür, dass es aus Südamerika stammt. Vermutlich wurde der Koffer in der Dominikanischen Republik abgepackt und abgeschickt. "Qualität bzw. Reinheitsgehalt weisen eine hohe Wirkstoffkonzentration auf", sagt Zollsprecher Christian Schüttenkopf. "Durch ,Strecken' hätte sich damit im Straßenhandel vorsichtigen Schätzungen zufolge das Dreifache an Menge ergeben können. Mehrere Millionen Euro wären damit beim grammweisen Verkauf an Endkonsumenten zu verdienen gewesen."

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Der Besitzer des Koffers hat sich bisher nicht gemeldet. Wen wundert's, ihm würde eine jahrelange Haftstrafe blühen.

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