Heroin im Keller: Drei Dealer vor Gericht

Eine Bande verkauft Drogen im Osten der Stadt. Das Trio muss mit langen Haftstrafen rechnen.
| John Schneider
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275 Fälle: Die beiden Staatsanwältinnen brauchen zwei Stunden, um die Anklageschrift zu verlesen. (Symbolbild)
275 Fälle: Die beiden Staatsanwältinnen brauchen zwei Stunden, um die Anklageschrift zu verlesen. (Symbolbild) © Christian Charisius/dpa

München - Sie haben im Münchner Osten mit großen Mengen Heroin gedealt. Die drei Männer (25, 35 und 41 Jahre alt) auf der Anklagebank werden dafür wohl lange ins Gefängnis müssen.

Das wird schon am ersten Prozesstag deutlich. 275 Fälle listet die Anklage auf. Die beiden Staatsanwältinnen brauchen zwei Stunden, um die Anklageschrift zu verlesen.

Wer stand wo in der Hierarchie der Bande?

In dem anschließenden öffentlichen Verständigungsgespräch der Prozessbeteiligten rechnen auch die Verteidiger mit mindestens fünf und bis zu acht Jahren Gefängnis für ihre Mandanten. Die Staatsanwaltschaft ist weitgehend der gleichen Auffassung. Und trotzdem gibt es Streit darüber, wer wo in der Hierarchie der Bande stand.

Klar ist lediglich, dass der 41-jährige Mitangeklagte nur eine untergeordnete Rolle spielte. Er hatte seinen Komplizen die Wohnung in der Westerhamstraße als Schlafplatz und den dazu gehörenden Keller als Bunker für die Drogen zur Verfügung gestellt.

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Die vielen Fälle würden eine sehr langwierige Beweisaufnahme nötig machen. Zumal die Angeklagten sagen, dass die Telefonüberwachung der Polizei zwar viele Deals dokumentiere, aber bei weitem nicht jeder geplante Verkauf habe dann auch tatsächlich stattgefunden. Das könne bedeuten, dass die Annahmen der Ermittler über die Gesamtmenge des Heroins zu hoch seien.

Übergabe der Heroin-Plomben zumeist am Karl-Preis-Platz

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Plomben mit dem Heroin in der Regel fünf Gramm schwer waren. Das wird vom Straßendealer bestritten. Es seien auch viele Plomben geringeren Gewichts von ihm verkauft worden.

Die Übergabe der Heroin-Plomben (Preis zwischen 180 und 220 Euro) fand dann zumeist am Karl-Preis-Platz, im Umfeld des Michaelibades oder an der Silberhornstraße statt. Der Prozess dauert an.

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