Heiraten in Corona-Zeiten: Was Münchner Paare erlebt haben

Wer während der Corona-Pandemie das Ja-Wort abgegeben hat, musste viele Einschränkungen akzeptieren. Und auch der ein oder anderen Antrag verlief anders als geplant.
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Ein frisch vermähltes Brautpaar zeigt nach der Eheschließung die Eheringe. (Archivbild)
Ein frisch vermähltes Brautpaar zeigt nach der Eheschließung die Eheringe. (Archivbild) © Rolf Vennenbernd/dpa

München  - Zu zweit statt mit großer Fete, im Winter anstatt im Sommer oder schlicht ausgefallen: Wer 2020 und auch Anfang dieses Jahr heiraten wollte, musste aufgrund der Corona-Pandemie manch Einschränkung hinnehmen.

Die Agentur "Kartenmacherei" hat in einer Studie einige Besonderheiten für das Fest der Liebe herausgefunden: So mussten 72 Prozent der Paare ihren Hochzeitstermin mindestens einmal verschieben, 26 Prozent sogar zwei mal. Ganz hart hat es zwei Prozent der Heiratswilligen getroffen: Ihr Wunschtermin wurde dreimal oder öfter abgeblasen.

Zwei Prozent der Hochzeiten wurden dreimal verschoben

Viele der Paare haben dabei ihren ursprünglichen Termin vom Sommer 2020 auf den Herbst gelegt - und mussten dann teils erneut ausweichen. Auch Eheschließungen im Winter fanden häufiger statt als sonst. Und gut die Hälfte musste ihre Gästeliste teils massiv verkleinern.

Auch für München hat die Agentur Hochzeitszahlen parat: So haben 85 Prozent der Studienteilnehmer in Bayern geheiratet, der Rest in anderen Bundesländern - Hochzeiten im Ausland waren aufgrund von Einreisebeschränkungen oder Quarantäne-Regeln für viele nicht stemmbar.

Viele Münchner Hochzeitsanträge fallen ins Wasser

Aber immerhin konnten 55 Prozent der Münchner Paare ihren Termin halten, wenn auch oft mit deutlich weniger Gästen. Der Großteil feierte mit maximal 25 Personen.

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Besonders schmerzhaft dürfte für einige Paare der geplante Hochzeitsantrag gewesen sein, denn auch hier hat Corona einen gehörigen Schritt durch die Rechnung gemacht. Geplant waren etwa Anträge auf Fidschi, Korsika, Loy Kratong, in einem Iglu oder bei The Devils Jaw in Norwegen.

Ein Paar machte kurzen Prozess und verwandelte mit Sand und Palmen das "Zuhause in den Strand von Ibiza, da der Urlaub und der eigentliche Antragsplan wegen Corona ins Wasser fiel."

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